Produktneuheiten von der Citrix Synergy 2016, Las Vegas

Neuerungen für das virtualisierte Arbeiten

30. Mai 2016, 10:18 Uhr   |  LANline/wg

Neuerungen für das virtualisierte Arbeiten

Auf seiner Hausmesse Synergy verkündete der neue CEO Kirill Tatarinov, dass Citrix nun hinsichtlich Windows 10 und WaaS (Workspace as a Service) aus der Azure-Cloud (siehe Link) noch enger mit Microsoft kooperiert. Zugleich stellte Citrix diverse Produktneuheiten vor - hier ein Überblick.

Neben den Ankündigungen rund um die Citrix Workspace Cloud, die künftig einfach Citrix Cloud heißt, einen Raspberry-Pi-basierten Ultra-Thin Client und die künftig noch engere Kooperation mit Microsoft hatte Kirill Tatarinov eine Reihe weiterer Produktneuerungen im Gepäck. Citrix’ Flaggschifflösungen Xenapp (Applikationsvirtualisierung) und Xendesktop (Desktop-Virtualisierung) sollen in der aktuellen Version 7.9 mehr Komfort und Performance bieten. Zu den Neuerungen zählten eine optimierte Authentifizierung sowie verbesserte Grafikunterstützung und Druckfunktionen. Gleichzeitig senke man erneut die Bereitstellungskosten für virtuelle Apps und Desktops und optimiere die Überwachung wie auch die Verwaltung.

Nutzer von Xenapp und Xendesktop können laut Citrix-Angaben dieselben Authentifizierungsmaßnahmen für alle virtuellen und lokalen Apps nutzen. So seien weitaus weniger Passwörter nötig, was den IT-Support entlaste und für Administratoren die Zugangsverwaltung für Auftragnehmer, Partner und Drittanbieter mit B2B-Authentifizierung vereinfache.

Xenapp und Xendesktop verbesserten nun zudem über Citrix’ Protokoll-Stack HDX die 3D-Grafik-Performance für Windows-10-Desktops. Man habe HDX 3D Pro mit Intel Iris Pro integriert und so die Bedienbarkeit für 3D-Anwendungen verbessert, die eine virtuelle GPU benötigen.

Citrix Director für Xenapp und Xendesktop dient dabei dem Monitoring und Management der virtualisierten Anwendungen und Arbeitsplätze. Zu den unterstützten Hypervisoren von Xenapp/Xendesktop zählt nun auch Acropolis des Hardwarepartners Nutanix, eines Anbieters hyperkonvergenter Systeme.

Sharefile, Citrix’ Enterprise-Filesharing-Lösung für die lokale Installation wie auch Hybrid-Cloud-Szenarien mit beliebiger Cloud-Nutzung, erhält neue IRM-Funktionen (Information-Rights-Management). Die IRM-Funktion schützt eine Datei laut Citrix auch dann, wenn diese die Sharefile-Umgebung verlässt und auf ungeschützte Geräte, USB-Festplatten, E-Mail-Anhänge und andere Filesharing-Lösungen verschoben wird. Wird eine Datei mit Zugriffseinschränkungen geteilt, sei der Zugang nur mit der Sharefile-Authentifizierung möglich – auch nachdem die Datei bereits heruntergeladen wurde. Damit zielt der Cloud-Spezialist auf Speicherumgebungen mit hohen Ansprüchen an die Datensicherheit wie etwa in Banken oder Behörden.

In puncto Mobility präsentierte Citrix seine EMM-Lösung (Enterprise-Mobility-Management) Xenmobile in Version 10.3.5, die seit Anfang Mai 2016 auf dem Markt ist. Xenmobile, so Citrix, unterstütze die zentrale Verwaltung und Kontrolle von Mobile Apps (Mobile-Application-Management, MAM) auch dann, wenn das Endgerät nicht im MDM-Modul (Mobile-Device-Management (MDM) als verwaltetes Gerät registriert ist.

Damit erleichtere man den BYOD-Einsatz (Bring Your Own Device) für Mitarbeiter, die auf ihren Privatgeräten keinen MDM-Client installieren wollen. Auch sei dies von Vorteil, wenn Unternehmen aus Datenschutzgründen keinen MDM-Client auf dem privaten Endgerät der Mitarbeiter installieren dürfen.

Ein neues Xenmobile-Feature namens Secure Forms soll es der IT wie auch den Fachabteilungen erleichtern, Prozesse einfach zu digitalisieren: Programmierungsfrei könne man damit Papierformulare in sichere und mobile „Micro-Apps“ umgewandeln, um Routinearbeiten sicher zu optimieren. Dazu zählt der Anbieter beispielsweise Strafzettel bei der Polizei, Patientenanfragen und -entlassungen im Krankenhaus, Inspektionen von Flugzeugen oder auch Reports bei Versicherungsfällen.

Mit einem Klick könne die IT die Micro-Apps veröffentlichen, auf die der Nutzer von Xenmobile dann per Smartphone oder Tablet zugreifen kann. Die Sicherheitsanforderungen ließen sich dabei wie bei jeder anderen Citrix-App konfigurieren und anwenden.

Zu guter Letzt gibt es drei neue Erweiterungen in der Netscaler-Familie, Citrix’ ADC (Application Delivery Controller): das Netscaler Management and Analytics System (NMAS), Netscaler CPX und die Netscaler SD-WAN Enterprise Edition.

NMAS ist konzipiert als Plattform für Orchestrierung, Automatisierung, Visualisierung und Analyse, mit der sich traditionelle wie auch agile ADC-Infrastrukturen in der Hybrid-Cloud sowie App-Architekturen für Micro-Services verwalten lassen. Im Agile Development reduziere NMAS den Entwicklungszyklus dank Werkzeugen, die Load Balancing früh in den Entwicklungszyklus einbetten, um den Übergang in Produktionsumgebungen zu erleichtern.

Für die traditionelle IT ermöglicht es NMAS den Admin-Teams, Layer-4/7-Dienste zu skalieren und so die Fehlersuche und die Verwaltung von Containern und Micro-Services zu vereinfachen. Dabei erhalte die IT den Überblick über die App-Landschaft.

Netscaler CPX ist laut Citrix der erste ADC im Docker-Container-Format. Er basiere auf demselben Code wie ein traditioneller Netscaler basiert. Netscaler CPX laufe als Docker-Container auf dem Linux-Betriebssystem und lasser sich per Docker-Kommandozeile wie jeder andere Container im System einsetzen.

Die Netscaler SD-WAN Enterprise Edition soll als vollständig integrierte SD-WAN-Lösung (Software-Defined Wide Area Network) in einer zentralen Ansicht den Überblick über das WAN mit seiner Vielzahl an Endgeräten und Komponenten für WAN-Virtualisierung, WAN-Optimierung, Performance-Management oder Security geben. Die hauseigene Virtualisierungstechnik biete die schnellste Failover Response, einzigartige Funktionen zum Load Balancing sowie Erweiterungen für die verlustfreie Bereitstellung von Medien in Echtzeit und für hohe End-to-End-Sicherheit.

Weitere Informationen finden sich unter www.citrix.de.

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