HPE GreenLake for VDI

Remote-Arbeitsplätze auf Abruf

LANline-Cartoon VDI DaaS
© Wolfgang Traub

Vor dem Hintergrund der Pandemie und weiterhin drohender Lockdowns kündigt Hewlett Packard Enterprise (HPE) neue Hybrid-Cloud-Services an, die es Unternehmen erleichtern sollen, ihre Remote-Arbeitsplatzumgebungen zu erweitern und so die Kontinuität ihrer Geschäftsprozesse zu wahren: Unter der Marke Greenlake – damit bezeichnet HPE auf Abruf verfügbare Hardware und Software – gibt es neue VDI-Services (Virtual Desktop Infrastructure) nebst zusätzlichen VDI-Partnerschaften.

Bei GreenLake for VDI können Unternehmen laut HPE zwischen vier Benutzertypen wählen, man biete passende Konfiguration in Größen von 100, 300, 500 und 1000 virtuellen Arbeitsumgebungen. Abgerechnet werde monatlich nach tatsächlicher Nutzung, in diesem Rhythmus lasse sich der Service auch nach oben oder unten skalieren. Die VDI-Infrastruktur läuft dabei im RZ des Anwenderunternehmens oder bei einem Colocation-Anbieter, für das IT-Management sorgt HPE.

Aufbau des Greenlake-for-VDI-Angebots.
Aufbau des Greenlake-for-VDI-Angebots.
© HPE

Die VDI-Varianten sind konzipiert für die Nutzerrollen Engineering User, Power User, Knowledge User und Task User. Engineering User sind bespielsweise CAD/CAE-Anwender oder Wertpapierhändler mit sehr hohen Grafik- oder Datenanalyseanforderungen. Sie sollen von GPU-gestützter Rechenleistung und der Datenspeicherung auf Hochleistungssystemen profitieren, die nah an den Rechnerressourcen positioniert sind, um die Latenz zu minimieren. Zum Einsatz kommen hier ProLiant-Server oder hyperkonvergente Systeme wie Nimble Storage dHCI und Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia in Verbindung mit Nvidias Virtual Workstation Software.

Für Power User – beispielsweise Entwickler oder Anwender, die Office-Applikationen intensiv nutzen und mittlere Grafikanforderungen oder mehrere Bildschirme haben – laufen die virtualisierten Anwendungen ebenfalls auf ProLiant-Servern oder auf hyperkonvergenten Systemen wie Nimble Storage dHCI, dies aber mit Nvidia-GPUs in Verbindung mit Nvidias Virtual-PC-Software.

Für Knowledge User – also Anwender, die vorrangig Office-Anwendungen und das Internet nutzen – sowie Task User wie beispielsweise Call-Center-Mitarbeiter sollen sich die Angebote per Einsatz von ProLiant-Servern und hyperkonvergenten Systemen wie Nimble Storage dHCI oder SimpliVity auf hunderttausende Benutzer skalieren lassen. Hier kommen allerdings weder Nvidias GPUs noch die zugehörigen Grafik-Beschleunigungslösungen zum Einsatz.

Zugleich erweitert HPE sein Partnernetzwerk rund um GreenLake for VDI. Zusätzlich zu Citrix’ VDI-Lösung Virtual Apps and Desktops bietet der Konzern jetzt VMware Horizon an, außerdem Nvidia Virtual GPU (vGPU) für anspruchsvollere Arbeitslasten. Als weitere Option steht Nutanix’ HCI-Software bereit. Zudem werde künftig das „Desktop as a Service“-Angebot Wipro Virtualdesk über GreenLake verfügbar sein.

HPEs GreenLake Cloud Services beruhen auf flexibler „As a Service“-Bereitstellung von Software wie auch von Hardware, die im Anwender-Rechenzentrum, am Edge oder in einem Colocation-RZ stehen kann. GreenLake, so betont HPE, kombiniere damit die Einfachheit und Agilität der Cloud mit der Kontrolle und Transparenz eines anwendereigenen RZs. Zu den Diensten zählen Rechenleistung, Container-Management, Datensicherung, maschinelles Lernen, Netzwerke, SAP HANA sowie Storage, virtuelle Maschinen und eben VDI.

Die neuen Angebote von HPE und seinen Partnern sollen ab Dezember verfügbar sein. Weitere Informationen finden sich unter www.hpe.com.


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