Cloud-Steelhead-Appliance und Whitewater-Lösung vorgestellt

Riverbed beschleunigt IaaS-Angebote und Public Cloud Storage

12. November 2010, 07:00 Uhr   |  

WAN-Beschleunigungs-Spezialist Riverbed hat sein Portfolio auf Public Clouds ausgeweitet. Riverbeds bekannte Steelhead-Appliances und -Virtual-Appliances dienen dem beschleunigten WAN-Zugriff in Unternehmensumgebungen und damit auch in Private Clouds. Die neue Cloud Steelhead erlaubt es nun, IaaS-Angebote (Infrastructure as a Service) in diese Infrastrukturen einzubinden. Ziel ist es, Cloud-Ressourcen mit LAN-artiger Performance flexibel zur Skalierung heranziehen zu können, zum Beispiel für hybride Cloud-Szenarien oder Overflow-Clouds (Nutzung von Cloud-Ressourcen für Spitzenlasten).

Cloud Steelhead ist eine Virtual Appliance für IaaS-Umgebungen. Damit sollen sich entfernt
gehostete Public-Cloud-Angebote genauso schnell nutzen lassen wie unternehmenseigene Server. Cloud
Steelhead kommuniziert dafür mit physischen oder virtuellen Steelhead-Appliances oder auch dem
Steelhead Mobile Notebook-Client am anderen Ende der WAN-Leitung (symmetrische Architektur). Dabei
greifen die üblichen Riverbed-Mechanismen für WAN-Beschleunigung wie TCP-, CIFS- und
NFS-Beschleunigung sowie Data Reduction (Byte-Level Content-Caching mit Übertragung von
Platzhaltern).

Riverbed verspricht eine einfache Provisionierung mit nur drei Mausklicks mittels eines neuen
Management-Portals. Ein Discovery-Agent erkenne dabei beteiligte Steelhead-Clients automatisch,
sodass sich IaaS-Ressourcen nahtlos und für den Benutzer transparent in die Infrastruktur
eingliedern ließen. Das Cloning der Virtual Appliances sei ebenso einfach.

Cloud Steelhead soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Version 1.0 unterstützt Amazon EC2
und Amazon VDC. Die Liste unterstützter Cloud-Plattformen will Riverbed zügig ausbauen.

Ebenfalls neu vorgestellt wurde die Cloud-Storage-Beschleunigungslösung Whitewater. Sie dient
dem schnellen Zugriff auf Cloud-basierte Speicherressourcen für Backup- und Restore-Zwecke.

Die Whitewater-Appliance wird im Unternehmensnetz installiert und dient dann als Ziellaufwerk
für die verwendete Backup-Lösung. Das Gerät koordiniert dann die Verteilung der Speicherdaten auf
die Cloud-Ressourcen. Dabei nutzt sie laut Riverbed CIFS-und NFS-Beschleunigung, 
Deduplikation (die laut Riverbed eine Platzersparnis bis zum Faktor 20 bringt), SSLv3 für die
verschlüsselte Übertragung und AES-256 zur versclüsselten Ablage der Datenbestände in der Cloud.
Die Schlüssel könne das Unternehmen dann mit seiner eigenen Key-Management-Lösung verwalten.

Whitewater integriert sich laut Riverbed in bestehende Backup-Umgebungen, ohne Änderungen an der
Backup-Software oder -Prozesse zu erfordern. Die Lösung unterstützt zahlreiche Backup-Tools und
Cloud-Provider-Plattformen. Laut Riverbed berichten Pilotkunden aus ihrer Praxis von
Beschleunigungsraten um den Faktor 30, sodass ein Backup-Lauf nicht mehr Stunden, sondern nur noch
Minuten dauere.

Riverbed bietet Whitewater als Virtual Appliance mit einem Durchsatz von 200 GByxte/h sowie als
RAID-6-Appliances mit 1 TByte/h. Die Preise beginnen bei 11.995 Dollar für die Virtual Appliance
und machen sicheren, schnellen Cloud-Storage damit auch für Mittelständler erschwinglich.
Whitewater soll ebenfalls noch dieses Jahr auf den Markt kommen.

Weitere Informationen gibt es unter
www.riverbed.com.

LANline/Dr. Wilhelm Greiner

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