Dell Technologies Forum 2020

Schneller zur Digitalisierung

04. Dezember 2020, 07:00 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Schneller zur Digitalisierung
© Dell Technologies

Bei seinem regionalen Online-Kundentag „Dell Technologies Forum 2020“ stellte der Konzern dem hiesigen Publikum die Neuerungen vor, die er jüngst auf seiner globalen Veranstaltung „Dell Technologies World“ präsentiert hatte. Dazu zählen vorrangig die „Everything as a Service“-Strategie, die Cloud Console und für 2021 avisierte „Storage as a Service“-Angebote. Es gab aber auch interessante Zahlen zum Stand der digitalen Transformation in Deutschland.

Zur Begrüßung betonte Stéphane Paté, SVP und GM Germany bei Dell Technologies, im Einklang mit der gesamten IT-Branche, dass nur konsequente digitale Transformation das wirtschaftliche Überleben der Unternehmen sicherstellen kann. Vor dem Hintergrund der Pandemie würden viele Unternehmen ihre Transformationsprojekte nun forcieren – manche Projekte, die früher Jahre gedauert hätten, setze man nun innerhalb weniger Monate um. Dabei sind laut Paté Multi-Cloud und 5G ebenso wichtige Themen wie etwa KI und Cybersecurity.

Im Laufe des Eröffnungsvortrags präsentierte der Konzern diverse schicke Beispiele für die digitale Transformation: die Digitalisierung des Schulbetriebs (gerade in Deutschland ein leidiges Thema), die medizinische Diagnostik, beispielsweise eine schnellere Erkennung von Tumoren mittels Deep-Learning-Algorithmen, oder auch die Wartung des U-Bahn-Streckennetzes in Singapur: Dort fliegen Drohnen durch die Tunnel, Techniker werden die Aufnahmen anschließend remote aus.

Dass Digitalisierung viele neue Chancen bietet, ist bekannt, doch die IT-Verantwortlichen treffen zunächst immer wieder auf eine große Hürde: „Der IT-Betrieb ist einfach zu komplex“, so Patés Kollege Aongus Hegarty, seines Zeichens President International Markets bei dem US-Konzern. Zudem erforderten IT-Projekte bisher große Vorabinvestitionen, und dies zu einer Krisenzeit, in der die Unternehmen sehr aufs Geld schauen müssten. Die Unternehmen, so Hegarty, benötigten deshalb eine „konsistente Cloud-Infrastruktur“.

Stellte das Projekt Apex für „Everything as a Service“ vor: Dell-Technologies-Manager Aongus Hegarty.
© Dell Technologies

Stellte das Projekt Apex für „Everything as a Service“ vor: Dell-Technologies-Manager Aongus Hegarty.

Vor diesem Hintergrund hat der IT-Ausrüster – wie auf der Dell Technologies World verkündet (LANline berichtete) – das Ruder herumgerissen und sich unter dem Projektnamen „Apex“ dem Prinzip „Everything as a Service“ verschrieben. Der Konzern will eine „Cloud-artige As-a-Service-Erfahrung“ für sein gesamtes Portfolio liefern, vom Core über den Edge bis zur Cloud (oder genauer: den Clouds). Dabei sollen eine einfache Bedienung, Wahlfreiheit und konsistente Nutzung im Vordergrund stehen.

Als Benutzer-Interface dient hier – auch dies bereits Thema auf Dells globalem Event – die neue Cloud Console. Sie soll, wie Hegarty ausführte, Unternehmen auf ihrer „As-a-Service-Reise“ unterstützen und ihnen ermöglichen, sämtliche Aspekte der Hybrid-Cloud-Verwaltung von einer zentralen Stelle aus im Zugriff zu haben. Dies reicht vom Bestellprozess per Self-Service in einem Marktplatz für Hardware, Software und Services über Monitoring und Wartung bis hin zu Informationen für die Performance- und Kapazitätsoptimierung. Ein Unternehmen, so Hegarty, erhalte damit einen „One-Stop Shop für jedes Stadium seiner Cloud-Reise“. Rollen und Berechtigungen könne man dabei flexibel einrichten.

Die neue Cloud Console soll als zentrale Schnittstelle für die Hybrid-Cloud-Umgebung dienen.
© Dell Technologies

Die neue Cloud Console soll als zentrale Schnittstelle für die Hybrid-Cloud-Umgebung dienen.

Auf Hardwareseite wiederum stellt der Konzern „Storage as a Service“-Angebote für das erste Halbjahr 2021 in Aussicht. Ein Unternehmen könne dann Speicherkapazitäten per Cloud-Console ordern und müsse sie nur nach Nutzung bezahlen. Beim Deployment von Speicher-Equipment vor Ort beim Kunden bleibe dieses Eigentum von Dell, auch die Aufgbe der laufenden Verwaltung liege beim Hersteller. Ziel ist somit die Verschmelzung von On-Premises-Betrieb und Nutzung nach Verbrauch, um für das Anwenderunternehmen die Komplexität und den Kostenaufwand zu mindern. Dies, so Hegarty, werde „transformatorisch für unser Unternehmen wie auch für unsere Kunden“ sein.

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