Becom: Monitoring in SD-WAN-Infrastrukturen entscheidend

SD-WAN-Potenzial ausschöpfen

12. Mai 2022, 7:35 Uhr | Anna Molder
LANline-Cartoon Netzwerk-Monitoring
© Wolfgang Traub

SD-WAN-Technologie setzt sich zunehmend als Lösung der Wahl zur modernen Standortvernetzung durch. Zu den Hauptvorteilen zählen neben dem Kostenfaktor die schnelle Bereitstellung, eine erhöhte Ausfallsicherheit und das zentrale Management. Letzteres ermöglicht es beispielsweise, den Status der Standortvernetzung zu erfassen und Ausfälle einzelner Anschlüsse zu erkennen. Nach Ansicht der Fachleute aus dem IT-Systemhaus Becom entfaltet sich das volle Potenzial einer SD-WAN-Infrastruktur aber erst in Kombination mit einem leistungsstarken Monitoring.

Becom empfiehlt in diesem Zusammenhang, auf die folgenden drei Hauptaspekte zu achten.

Den Anfang macht der systematische Überblick: SD-WAN-Monitoring ermöglicht es, einen systematischen Überblick über die wichtigsten Datenverkehrsmuster im Netzwerk und das Verhalten einzelner Applikationen zu erhalten. Diese Transparenz bildet die Basis für die SD-WAN-Optimierung.

Der zweite wichtige Aspekt ist laut Becom die Einhaltung der Netzwerksicherheitsrichtlinien: Der systematische Überblick erlaubt es gleichzeitig, die Einhaltung der Netzwerksicherheitsrichtlinien zu gewährleisten. Nach durchgeführten Änderungen an der Konfiguration lässt sich zudem überprüfen, ob sich dadurch tatsächlich das gewünschte oder erforderliche Anwendungsverhalten erreichen lässt.

Als dritten Punkt benennen die Fachleute die kontinuierliche Überwachung der Leistungsparameter: Ein SD-WAN-Monitoring ermöglicht es IT-Verantwortlichen, durch die visualisierte Darstellung des Netzwerks jederzeit alle relevanten Leistungsparameter einzusehen. Dazu zählt beispielsweise die aktuelle Bandbreitennutzung wichtiger Netzkomponenten. Ebenso lassen sich Paket-Antwortzeiten, Client- oder Server-Delay und eventuelle Paketverluste aufzeigen. Um Engpässe zu erkennen, kann man zudem individuelle Warnschwellenwerte setzen.

Ralf Becker, Geschäftsführer bei Becom, erklärt: „Unabhängig davon, ob es sich um eine reine SD-WAN-Umgebung oder um eine Hybrid-WAN-Infrastruktur mit SD-WAN- und MPLS-Komponenten handelt: Wer das Maximum an Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit herausholen möchte, kommt an einer umfassenden Visualisierung des Netzwerks nicht vorbei. Dabei ist es wichtig, auf entscheidende Kernfunktionen zu achten. So sollte zum Beispiel bis auf Hostebene aufschlüsselbar sein, welche Anwendung für welchen Datenverkehr verantwortlich ist. Im Bereich der Netzwerksicherheit kommt es besonders auf die Möglichkeiten zur Feststellung von Anomalien an. Und bereits in der Planungs- beziehungsweise Proof-of-Concept-Phase kann ein Monitoring inklusive Visualisierung seine Stärken ausspielen. Denn die Daten bieten zu diesem Zeitpunkt bereits viele wertvolle Anhaltspunkte für die optimale SD-WAN-Architektur.“


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