Collaboration-Maturity-Studie von Atlassian

Status quo der digitalen Zusammenarbeit

01. Juli 2021, 12:00 Uhr   |  Anna Molder

Status quo der digitalen Zusammenarbeit
© Atlassian

Deutschland ist in Sachen digitale Zusammenarbeit relativ weit fortgeschritten – dies implizieren die Ergebnisse der Collaboration-Maturity-Studie von Atlassian. Im Rahmen dieser Studie beantworteten IT-Entscheidende zwölf Fragen, aus deren Antworten sich der Collaboration Maturity Score berechnen lässt. Auf einer Skala von eins bis fünf erreicht Deutschland den Wert 3,4. Demnach haben deutsche Unternehmen Remote Work weitestgehend etabliert und nutzen Cloud-basierte Kollaborations-Tools, um einfacher zu skalieren und effektiver zusammenzuarbeiten.

Die weitere Auswertung einzelner Fragen und demographischer Faktoren nach dem gleichen Score-Prinzip offenbart tiefere Einblicke: Im Gegensatz zu den Investitionen in die nachhaltige Weiterentwicklung zeigen sich Unternehmen weniger bereit, spezialisierte Kollaborationsteams einzurichten – der Wert sinkt hier auf 3,0. Betriebe, denen solche Teams fehlen, haben Schwierigkeiten, Kompetenzen effektiv zu managen. Dies zeigt sich besonders bei der Frage nach dem Einsatz eines eigenen Center of Excellence, dessen Mitglieder sich auf die digitale Zusammenarbeit konzentrieren. Mit einem Score von 2,9 findet sich hier die geringste Zustimmung. Dies bedeutet, dass Unternehmen bisher nur vereinzelt Kollaborationskompetenzen sammeln und zentralisiert einsetzen, um die digitale Zusammenarbeit zu fördern.

Dem Großteil deutscher Unternehmen ist daran gelegen, ihre technische Ausstattung anzupassen. So haben Unternehmen in den letzten zwölf Monaten vor allem Investitionen für Tools in den Bereichen Projekt-Management (45 Prozent), Social Intranet, Messaging oder Chat (40 Prozent) sowie Wissens-Management (31 Prozent) getätigt. In den kommenden zwei Jahren sollen diese Investitionen nur geringfügig abflachen. Dabei wollen sich Unternehmen weiterhin auf die Anschaffung beziehungsweise den Ausbau von Projekt-Management- (38 Prozent) und Wissens-Management-Lösungen konzentrieren (28 Prozent). Außerdem planen 40 Prozent, verstärkt in Videokonferenz-Tools zu investieren.

Damit die Investitionen zur Förderung der digitalen Zusammenarbeit einen Mehrwert schaffen können, gilt es, die Meinung der Teams in der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Die Collaboration-Maturity-Studie ergab, dass IT-Tools laut den Angestellten nutzerfreundlich (71 Prozent), sicher (60 Prozent) und flexibel (49 Prozent) sein müssen, damit Remote Work effizient sein kann. Beschäftgite wünschen sich vor allem Tools für Wissens-Management (20 Prozent) und Videokonferenzen (17 Prozent). Außerdem betrachten 16 Prozent von ihnen eine Änderung der Teamstrukturen als notwendig.

Neben der Steigerung von Effizienz und Produktivität trägt eine fortschrittliche IT-Infrastruktur nach Meinung der befragten Büroangestellten zudem erheblich zur Verbesserung der Unternehmenskultur bei (74 Prozent). Doch in der praktischen Umsetzung sieht es anders aus: Hohe Kosten (32 Prozent), Zeitintensivität (23 Prozent) sowie Kompetenzfragen (23 Prozent) halten ihrer Meinung nach ihr Unternehmen davon ab, Veränderungen voranzutreiben.

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2. Herausforderungen bei der Stärkung der digitalen Zusammenarbeit

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