Automatisierter Managed-Service

Windows-10-Upgrade für Nachzügler

13. Juli 2020, 12:30 Uhr   |  Patrick Jäger/am

Windows-10-Upgrade für Nachzügler
© meinAdmin

Neue Funktionen hatte es für das Betriebssystem bereits seit fünf Jahren nicht mehr gegeben. Seit Mitte Januar dieses Jahres ist nun auch der Support für Windows 7 eingestellt. Damit ist der Wechsel auf Windows 10 auch für bisher zögerliche Unternehmen zwingend notwendig geworden. Die IT-Mitarbeiter müssen sich auf jede Menge komplexer manueller Tätigkeiten einstellen. In dieser unvermeidbaren Lage kommt eine Lösung aus Leipzig: Der Managed-Service-Provider meinAdmin bietet einen Weg an, das Update von Windows 7 auf 10 auch für größere Client-Flotten automatisiert und zum Pauschalpreis durchzuführen.

Wann immer eine Angriffsmöglichkeit bekannt wird, stehen Verschlüsselungstrojaner und andere Schädlinge quasi schon Schlange. Mit dem Support-Ende von Windows 7 und dem Wegfall von Security-Patches wächst das Risiko, Opfer von Datendiebstahl oder langwierigen Betriebsunterbrechungen zu werden. Es gibt zwar das ESU-Programm (Extended Security Update) von Microsoft, das jedoch eine Übergangs- beziehungsweise Notlösung ist und zudem eine erhebliche Mengen Geld kostet. Wer in den Jahren seit der Abkündigung von Windows 7 nicht bereit war, in zeitgemäße Systeme zu investieren, wird die Kosten für diese Support-Verlängerung (knapp drei Millionen Euro pro Jahr zahlt etwa das Land NRW, der Bund zirka 800.000 Euro) erst recht nicht tragen. Wo es bisher hieß: „Warum was Neues anschaffen, es läuft doch…“, soll nun so schnell wie möglich Windows 10 her.

Upgrade oder neue IT 

Angenommen die Geschäftsführung hat soeben erfahren, dass die Betriebshaftpflichtversicherung bei abgekündigter Software im Schadenfall nicht zahlt. Im Unternehmen aber laufen noch 85 bis 90 Geräte unter Windows 7. Das Unternehmen hat diese zu unterschiedlichen Zeiten angeschafft, sie unterscheiden sich in der technischen Ausstattung und außerdem ist dann noch die Frage, was genau auf den einzelnen Geräten an Anwendungen läuft und wer auf Applikationen zugreifen darf.  

Um herauszufinden, wo ein Upgrade auf Windows 10 möglich und sinnvoll ist, sind für jeden einzelnen Rechner also etliche Punkte zu klären, beispielsweise: Reicht die Speicherkapazität? Wie alt ist der Prozessor? Wie alt ist die Software? Was kann diese und würde sie unter dem neuen Betriebssystem genauso arbeiten? Wie sehen die Back-up-Prozesse aus?  

Je nachdem, wie diese Bestandsaufnahme ausfällt, kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, moderne Hardware zu kaufen oder zu mieten und einige Managed-Services zu nutzen. Zumal ein erzwungenes Upgrade der Bestands-IT bekanntermaßen zu Verschlechterungen bei der Arbeitsgeschwindigkeit und dem Funktionsumfang der Anwendungen führen kann und damit zu Folgekosten.  

Hard- und Software sowie die Szenarien händisch abzuprüfen und zu dokumentieren, kosten viel Zeit und binden Personal. Außerdem sind die zugehörigen Tätigkeiten monoton und daher recht fehleranfällig.  

Automatisierung mit Skript

Stand heute lassen sich 80 Prozent aller Tätigkeiten in den Bereichen Reparatur, Wartung, Troubleshooting und Patching automatisieren. Für Admins, die über die richtigen Tools und Erfahrung mit Scripting verfügen, ist der Einsatz von Agents für das Monitoring von Servern, Clients und Speicher eine massive Arbeitserleichterung. 

Hier liegt für Marius Heßmann, Automation Manager bei meinAdmin, der wesentliche Vorteil: „Die Agents von SolarWinds überprüfen fortlaufend wie die Clients und Server arbeiten, sie überprüfen automatisch Dinge wie ‚laufen die Back-ups, und werden sie korrekt gespeichert?‘. Sie generieren Reports und Warnmeldungen und ermöglichen so schnelles Eingreifen. Viele Dinge löst die Software, ohne dass im Support ein Mitarbeiter etwas davon mitbekommt. Das entlastet erheblich.“

Dasselbe gilt bei Fehlern, die nicht hardwarebedingt sind. Sind die jeweiligen „Wenn/Dann“-Bedingungen festgelegt und in Powershell-Skripte gebracht, generiert der Automation Manager die entsprechenden Befehle für alle betroffenen Geräte. Auf diese Weise lassen sich auch größere Geräteflotten automatisch verwalten und Administratoren können etwa 90 Prozent aller Fehler aus der Ferne beheben.  

Hier ein Beispiel: Hersteller XY hat einen Bug festgestellt und stellt nun einen Fix zur Verfügung. Ohne RMM (Remote Monitoring and Management) und Automation Manager müssten Verantwortliche nun jedes einzelne Gerät untersuchen. Mit den Tools erfolgen die Analyse und das spätere Ausrollen des Bugfix auf alle betroffenen Geräte automatisch.  

Mit den entsprechenden Tools und Erfahrung mit Skripten können IT-Zuständige zudem in die Zukunft arbeiten: Vorgaben für den Umgang mit bekannten und potenziellen Fehlern gehen ohne weiteren Aufwand auch auf neue Maschinen über, die irgendwann zur Flotte hinzukommen. Da die Analyse stets im Hintergrund läuft und auf einem übersichtlichen Dashboard abgebildet ist, bleibt alles transparent.  

Windows-Upgrade mit Plan  

Auf die Möglichkeit, auch das Upgrade von Windows 7 auf 10 mit Hilfe der RMM-Tools von SolarWinds zu automatisieren, war das meinAdmin-Team in Leipzig bei einem Managed-Service-Kunden aus der Produktionsbranche gekommen. Dort war kein Wartungsfenster zu finden, also blieb nur das Wochenende für die Arbeit, die schließlich ohne Vor-Ort-Termin und ohne Anwesenheit eines Technikers erfolgte. Aus dieser Erfahrung heraus entstand die automatisierte Upgrade-Lösung, die neben allen technischen Notwendigkeiten auch die gemeinsame Planung und persönliche Betreuung enthält.  

Dashboard
© meinAdmin

Screenshot des meinAdmin-Dashboards

Ein Wort zur Vorgehensweise: Als Managed Service sammelt der meinAdmin-Agent im Vorfeld der Migration auf Windows 10 alle relevanten Informationen automatisch. Genauer gesagt überprüft er die „Gesundheitsdaten“ der Systeme, ohne sich Inhalte anzusehen. Er untersucht beispielsweise die installierte Software, den jeweiligen Patch-Status, die Prozessoren und andere Hardware-Informationen. Somit entfällt für die IT-Zuständigen die sonst weitgehend händische Ermittlung und Überprüfung der einzelnen Geräte. Der Vorlauf zum eigentlichen Upgrade ist also erheblich kürzer und auch der Bedarf für Nacharbeiten ist minimal.  

Ein erfahrener Techniker begleitet den gesamten Prozess bis zum softwareseitigen Start. Danach sind keine Eingaben mehr nötig und der Prozess erfolgt automatisch – das Upgrade kann also auch ohne Anwesenheit der Administratoren, beispielsweise am Wochenende stattfinden. Die letzten Klicks können dann vor Arbeitsbeginn am Montagmorgen erfolgen. Sollte es doch einmal zu Schwierigkeiten kommen, etwa weil das automatisierte Upgrade aufgrund veralteter Patches fehlschlägt, gehen diese zu Lasten von meinAdmin.

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