Rittal rückt bei seinem Messseauftritt auf der It-sa (10. bis 12. Oktober) in Nürnberg das Thema physikalische Sicherheit in den Vordergrund. Zum vorgestellten Leistungsspektrum zählen unter anderem Lösungen zum Schutz vor Feuer, Staub oder Einbruch. Schließlich, so der hessische Hersteller, rücke die Angst vor Datenverlust das Thema IT-Sicherheit verstärkt in den Fokus der Industrie. Zudem stehen in modernen Fabriken immer mehr IT-Systeme für die Automatisierung, die einen entsprechenden Schutz erfordern.

Beim Schutz ihrer IT sollen Unternehmen laut Rittal jedoch den physikalischen Schutz nicht außer Acht lassen. Hierzu zähle die EMV-Einstrahlung (elektromagnetische Verträglichkeit) ebenso wie ein Schutz vor Vibrationen sowie vor Staub, Schmutz und Flüssigkeiten, Einbruch oder Diebstahl. Entsprechende Lösungen, die die IT-Infrastruktur vor entsprechenden Gefahren schützen, zeigt der Hersteller in diesem Jahr auf der IT-Sicherheitsmesse in Nürnberg.

Ein Highlight am Rittal-Stand soll das Edge Data Center (siehe Bild) sein, das Rechenkapazität nahe am Entstehungsort der Daten bereitstellt. Die schlüsselfertige Lösung mit vorkonfigurierter, standardisierter und skalierbarer Infrastruktur sei auch mit Hochverfügbarkeitsraum einsetzbar. Dieser sorge für den notwendigen Schutz vor Hitze, Staub und Schmutz in industriellen Produktionsumgebungen.

Darüber hinaus zeigt Rittal auch das unterbrechungsfreie Monitoring der IT-Lösungen. Das modulare CMC III (Computer Multi Control) überwache alle Komponenten im IT-Schrank. Für die Überwachung kleiner Datacenter sei Rizone konzipiert. Die DCIM-Software (Datacenter-Infrastructure-Management) sei modular aufgebaut und flexibel nutzerbar.

Fachbesucher können sich am Rittal-Stand außerdem über das Lefdal Mine Datecenter (LMD) in Norwegen informieren, das in puncto Sicherheit einzigartig in Europa sein soll. Neben Ausfallsicherheit durch Redundanzen für Strom und Kühlung, etwa n+1,2N, Tier-3-Architektur und 24/7-Verfügbarkeit von Sicherheits- und technischem Personal befinden sich sämtliche IT-Komponenten in Sicherheitsräumen oder Containern, die für höchste physikalische Sicherheit sorgen, so Rittal. Systemadministratoren überwachen und verwalten als sogenannte „Lights-out-Facility“ die Server über Remote-Zugriff. Dadurch sollen nur ausgewählte Personen und auch nur in Ausnahmefällen die Container und Räume betreten dürfen. Ergänzt werden diese Vorkehrungen durch klassische Sicherheitsmaßnahmen wie Kameraüberwachung und Zutrittskontrollen. Das in der Mine vorhandene Mineral Olivin sorge zudem für einen natürlichen EMV-Schutz des RZs.

Darüber hinaus zeigt Rittal auf der It-sa noch einen weiteren besonderen Schutzmechanismus. Anhand eines vollbestückten TS IT Racks simuliert der Hersteller die Notkühlung eines HPC-Clusters. Fällt die Klimatisierung aus, öffnen sich nach vorherigem Alarm automatisch die Türen, so Rittal. Die Raumluft im Datacenter kühle den HPC-Cluster im Notbetrieb und ermögliche ein schnelles und zugleich koordiniertes Herunterfahren der Blade-Cluster, während parallel die Daten gesichert werden.

Weitere Informationen finden sich unter www.rittal.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.