Umfrage von Hornetsecurity

Komplexere IT-Sicherheitsstrategien erhöhen nicht unbedingt die Sicherheit

1. August 2022, 12:30 Uhr | Jörg Schröper

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Hindernisse

Hornetsecurity
Insgesamt ergab die Befragung: Drei von zehn Unternehmen (29,2 Prozent), die Microsoft 365 nutzen, meldeten in den letzten zwölf Monaten mindestens einen bekannten Sicherheitsvorfall.
© Hornetsecurity

Was sind die Hindernisse, mit denen IT-Profis bei der Implementierung von Sicherheitsfunktionen in ihren Unternehmen konfrontiert sind? Überraschenderweise verfügt ein Viertel der Befragten (25,7 Prozent), die mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigen und Compliance-Anforderungen haben, weder über einen spezialisierten Compliance-Beauftragten noch einen IT-Sicherheitsbeauftragten. Mehrere Faktoren tragen dazu bei, dass der IT-Sicherheit und Compliance in mittleren und großen Unternehmen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Etwa zwei von drei der befragten IT-Fachleute (62,6 Prozent) geben „zu wenig Zeit oder Ressourcen“ als größtes Hindernis bei der Implementierung von Sicherheitsfunktionen in ihrem Unternehmen an. Danach folgen „fehlendes Budget“ (44,6 Prozent), „Qualifikationsprobleme und/oder fehlende Kenntnisse“ (36,2 Prozent) und „mangelndes Interesse der Unternehmensführung“ (23,1 Prozent).

All diese Ergebnisse deuten laut Hornetsecurity auf einen allgemeinen Mangel an Dringlichkeit in Bezug auf das Thema Sicherheit in den Unternehmen hin. Nur zwei Prozent der Befragten gaben an, dass es in Bezug auf die Sicherheit keine Hindernisse gibt. Mehr als die Hälfte der Befragten (55,5 Prozent) gaben an, dass in ihrem Unternehmen kein Verfahren zur Verfolgung und Überprüfung von Änderungen vorhanden ist – ein wichtiges Instrument zur Erkennung von Sicherheitsbedrohungen.

Welches sind die am häufigsten verwendeten Sicherheitsfunktionen in Unternehmen? Von den elf Sicherheitsfunktionen, die in der Umfrage genannt wurden, war die Spam-Filterung am populärsten. Bei 84,4 Prozent der Befragten wird sie im Unternehmen verwendet. Die „Multi-Faktor-Authentifizierung“ (82,7 Prozent der Befragten) folgt dicht dahinter. „Web-Traffic-Filterung“, „Berechtigungsverwaltung“ und „IT-Sicherheitsschulungen für Anwender“ werden von 68,8 Prozent, 66,4 Prozent und 61,2 Prozent genutzt.

Die am wenigsten verbreitete Sicherheitsmaßnahme war die „SIEM-Lösung“, die nur von 14,1 Prozent der Befragten eingesetzt wurde. Jedoch sind bei SIEM-Lösungen mit 42,1 Prozent auch die höchste Rate von Cybersecurity-Vorfällen verbucht. Dies untermauert den Befund, dass fortschrittlichere Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind, da Unternehmen ein attraktives Ziel für die stark ansteigenden Cyberattacken darstellen.

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