Kaspersky Lab: Malware-Report für das 2. Quartal 2010

Malware verbreitet sich über PDFs

14. September 2010, 08:07 Uhr   |  

Kaspersky Lab registrierte nach eigenen Angaben von April bis Juni des laufenden Jahres 540 Millionen Infizierungsversuche von Computern weltweit. Das beliebteste Angriffsziel waren Chinesische Nutzer mit 17,09 Prozent aller Attacken, gefolgt von Anwendern in Russland (11,36 Prozent) und Indien (9,30 Prozent). Deutschland liegt mit 2,65 Prozent auf dem sechsten Platz. Diese Zahlen gehen aus dem Malware-Report für das zweite Quartal 2010 hervor.

Bei der Verbreitung von Schadprogrammen setzten die Cyberkriminellen im zweiten Quartal 2010 vor
allem auf Schwachstellen in Programmen: Kaspersky Lab identifizierte in diesem Zeitraum 8.540.223
Exploits. Führend sind nach wie vor Exploits, die Sicherheitslücken im Adobe Reader ausnutzen,
allerdings ging ihr Anteil im Vergleich zum ersten Quartal stark zurück.

Ein Großteil der Malware-Attacken hing im zweiten Quartal 2010 mit Bot-Netzen zusammen. So
entdeckten die Spezialisten Ende April eine neue Modifikation des bekannten Schadprogramms ZeuS,
das es vor allem auf Zugangsdaten von Online-Banking-Kunden abgesehen hat. ZeuS wurde zudem
zwischen April und Juni über PDF-Dateien verbreitet. Das Neue dabei: Die in die PDF-Dokumente
integrierten ausführbaren Dateien können gestartet können, ohne Sicherheitslücken im Adobe Reader
auszunutzen. Das Anklicken des PDF-Dokuments genügt zur Infizierung.

Der vollständige Malware-Report für das zweite Quartal 2010 ist unter
www.viruslist.com/de verfügbar.

Weitere aktuelle Nachrichten über Kaspersky Lab erhalten Sie auch unter
twitter.com/Kaspersky_DACH.

LANline/jos

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