Check Point CPX 360

Mit Harmonie gegen die Cyberpandemie

26. Februar 2021, 07:00 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Mit Harmonie gegen die Cyberpandemie
© Check Point

Es pandemiert allerorten: Als ob wir mit der Corona-Pandemie und der sie begleitenden Fake-News-Pandemie nicht schon alle Hände voll zu tun (und von beidem die Nase voll) hätten, warnte Check-Point-Chef Gil Shwed in seiner Keynote zur CPX 360, Check Points Online-Hausmesse, nun auch noch vor einer „Cyberpandemie“. Gemeint ist eine Eskalation immer ausgefeilterer, automatisierter Angriffe auf IT- und OT-Systeme. Ihr will der israelische Security-Anbieter mit einem umfassenden, einheitlichen Sicherheitsportfolio begegnen. Zur CPX stellte Check Point deshalb die neue Lösungsfamilie Harmony sowie diverse Erweiterungen zu Bestandsprodukten vor.

Derzeit schaut man in Deutschland neidisch auf Israel. Schließlich ziehen die Israelis ihre Corona-Impfkampagne im Formel-1-Tempo durch, während bei uns je nach Bundesland – die Bekämpfung einer globalen Seuche ist schließlich „Ländersache“! – erst zwischen 1,8 und 3,3 Prozent der Bevölkerung (laut RKI, Stand 24.2.) auf den Ochsenwagen des Immunisierungsfortschritts aufspringen konnten.

Trotz dieses Vorsprungs ist auch in Gil Shweds Company – die international aufgestellt und längst nicht nur in Israel tätig ist, selbst wenn man dort die Software entwickelt – das Prinzip Remote Work nach wie vor stark verbreitet: Der Firmenchef berichtete, dass während der Lockdowns bis zu 87 Prozent der Check-Point-Mitarbeiter remote arbeiteten, derzeit seien es immer noch 85 Prozent. Ein Vorteil der Softwarebranche ist es schließlich, dass die Belegschaft ihr Business bequem – oder, je nach persönlichem Umfeld, einigermaßen bequem – von zu Hause aus erledigen kann, ohne die Einsen und Nullen in Fabrikhallen zusammentackern zu müssen.

Auch jenseits der IT-Branche ist Fernarbeit inzwischen beliebt: Shwed zitierte Gartner-Zahlen, laut denen 74 Prozent der Unternehmen Remote Work oder zumindest Hybrid Work künftig dauerhaft ermöglichen wollen. Das hat aber, wie der Check-Point-Chef warnt, auch seine Schattenseiten. Denn er zählt diese Entwicklung zu den drei Faktoren, die er als treibende Kräfte für die drohende „Cyberpandemie“ erachtet: Erstens seien Geschäftsdaten heute „überall“, also im Unternehmens-RZ, aber auch in der Cloud oder auf Endgeräten und somit leichter angreifbar; zweitens arbeite man heute remote, wobei aber die verteilte Anwenderschaft ebenfalls anfälliger für Angriffe sei; und drittens sehe sich die Unternehmenswelt heute mit „Gen V Attacks“, also der fünften Angriffsgeneration konfrontiert.

Mit „Generation fünf“ meint Shwed polymorphe, in der Regel automatisiert ausgebrachte Malware, bei der die klassische signaturbasierte Erkennung nicht mehr funktioniert. Man müsse die Angriffe also anhand des Verhaltens identifizieren und dann schnell darauf reagieren – doch das Gros der Organisationen nutze trotz, so der CEO, „50-Prozent-Zunahme an ausgefeilten Cyberangriffen“ nach wie vor Abwehrlösungen der dritten Generation, um sich den Kriminellen entgegenzustemmen.

Warnt vor dem Wirrwarr vielfältiger Security-Lösungen: Check-Point-CEO Gil Shwed.
© Check Point

Warnt vor dem Wirrwarr vielfältiger Security-Lösungen: Check-Point-CEO Gil Shwed.

Als Beispiel für die aktuelle Risikolage nannte er den komplexen „Sunburst“-Angriff auf das US-Softwarehaus Solarwinds Ende 2020, der zur Kompromittierung zahlreicher Unternehmen und Behörden führte. Und auch wenn es internationalen Polizeikräften Anfang 2021 nach sieben Jahren gelungen sei, die Malware-Infrastruktur Emotet zu zerschlagen, dürfe man sich bei Cybercrime nicht allein auf den Beistand staatlicher Stellen verlassen, so Shwed. Vielmehr müssen Unternehmen und Organisationen seiner Ansicht nach nun eben in Abwehrmechanismen der fünften Generation investieren – sprich: in Check-Point-Lösungen.

Als die drei obersten Prioritäten nannte er die Absicherung erstens der verteilten Anwenderschaft, zweitens der Endpunkte im Unternehmensnetz einschließlich der Mobilgeräte, drittens der Public- oder Multi-Cloud-Umgebungen. Um hier den Überblick zu behalten, gelte es, die Sicherheit einfacher verwaltbar zu machen und stärker zu konsolideren. Deshalb habe Check Point sein Portfolio in drei Produktfamilien zusammengefasst: Quantum für das Netzwerk, CloudGuard für – man errät es – den Schutz der Cloud sowie, eine Neuheit zur CPX 360, Harmony für die Absicherung der Endanwender und deren Zugang zu den Ressourcen. Alle drei Lösungsfamilien laufen auf Check Points Infinity-Infrastruktur.

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