Umfrage von Palo Alto Networks

Nachholbedarf bei IoT-Sicherheit

17. September 2020, 12:30 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Nachholbedarf bei IoT-Sicherheit
© Wolfgang Traub

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist für viele Unternehmen in Deutschland Chance und Risiko zugleich, so das Ergebnis einer Vanson-Bourne-Umfrage im Auftrag von Palo Alto Networks: Zwar ermöglicht die Vernetzung „von allem mit allem“ höhere Effizienz, mehr Automatisierung, bessere Datennutzung und neue Geschäftsmodelle; zugleich aber wachsen die Herausforderungen bei Informations- und IT-Sicherheit. Aber nur sechs Prozent der befragten deutschen Unternehmen glauben, bei IoT-Sicherheit optimal aufgestellt zu sein.

Das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne befragte für Palo Alto Networks 1.350 IT-Entscheider in 14 Ländern in Asien, Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika, darunter 100 aus Deutschland. Die überwiegende Mehrheit der deutschen Befragten ist überzeugt, dass ihre IoT-Sicherheitsmaßnahmen besser sein sollten: 39 Prozent erklärten, eine umfassende Überarbeitung der Sicherheitsmaßnahmen sei notwendig, weitere 42 Prozent sahen zumindest „ein wenig Verbesserungsbedarf“ – und 13 Prozent erachteten sogar eine komplette Überarbeitung der Sicherheitsmaßnahmen als notwendig.

Dabei sind die deutschen Befragten durchaus der Meinung, die Geräte in ihrem Netzwerk zu kennen: Insgesamt 57 Prozent waren sich absolut sicher, dass sie alle Geräte im Blick haben, weitere 38 Prozent zumindest einigermaßen sicher. Nur fünf Prozent hatten Zweifel.

Das Gros der deutschen Unternehmen hat auch bereits Maßnahmen für mehr IoT-Sicherheit eingeleitet. So betreiben fast zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten ein separates Netzwerk für IoT-Geräte, das strikt vom Netzwerk für Geschäftsanwendungen und anderen Endgeräten getrennt ist. 16 Prozent setzen sogar auf Mikrosegmentierung, also auf eine Vielzahl streng kontrollierter Sicherheitszonen – womit Deutschland aber im internationalen Vergleich eher im unteren Mittelfeld liegt. In jedem fünften Unternehmen (21 Prozent) jedoch teilen sich IoT-Geräte nach wie vor das Netzwerk mit allen anderen Anwendungen und Endgeräten – mit den entsprechenden Risiken.

Neben der steigenden Quantität vernetzter IoT-Geräte erhöht auch deren Vielfalt die Anforderungen an die Sicherheit. „Unsere Umfrage hat gezeigt, dass in Unternehmen beispielsweise medizinische Geräte, Wearables wie Fitness-Armbänder, intelligente Küchengeräte, Spielkonsolen, E-Autos und Sportgeräte sehr häufig an das Firmennetz angeschlossen sind“, so Sergej Epp, Chief Security Officer Central Europe bei Palo Alto Networks. „Es gibt auch intelligente Beleuchtung, verschiedene Sensoren und Roboter. Sogar vernetzte Mülleimer wurden in einem Firmennetzwerk gefunden. All diese Elemente haben völlig unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen und Sicherheitsanforderungen.“

Unternehmen berichteten in der Umfrage von allerlei vernetzter Gerätschaft, die sie in ihren Netzwerken fanden.
© Palo Alto Networks

Unternehmen berichteten in der Umfrage von allerlei vernetzter Gerätschaft, die sie in ihren Netzwerken fanden.

Der US-amerikanische Security-Anbieter rät deshalb vor allem, sich den Überblick über die Anzahl angeschlossener IoT-Geräte zu verschaffen: Zunächst sollte ein Unternehmen in der Lage sein, angeschlossene IoT-Geräte in ihrem Netzwerk zu identifizieren und Profile von ihnen zu erstellen. Ratsam sei hier eine IoT-Sicherheitslösung, die das Verhalten der IoT-Geräte dynamisch zuordnen kann. Zudem sollte das Unternehmen seine Netzwerke segmentieren, um die Kontrolle über den Datenverkehr zu erlangen und die Angriffsfläche zu verringern. Dazu sollte es VLAN-Konfigurationen und Firewall-Regeln nutzen, um Netzwerksegmente zu implementieren, die IoT-Geräte von IT-Geräten getrennt halten, so Palo Alto Networks.

Weitere Informationen finden sich unter www.paloaltonetworks.com.

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