Deutschland auf Platz eins beim Wissen zu Online-Privatsphäre und -Datenschutz

Online-Sicherheit in Theorie und Praxis

Cartoon Hacker-Angriff auf Mobilgerät
© Wolfgang Traub

In einem international durchgeführten Test fragte NordVPN nach Fähigkeiten, Kenntnissen und Gewohnheiten, die die Menschen online an den Tag legen. Das Ergebnis zeigt, dass die Befragten aus Deutschland auf diesem Gebiet offenbar die Nase vorn haben, was die Kenntnisse im Bereich Online-Datenschutz betrifft. Sie erreichten 71,2 von 100 Punkten. Dies sind sechs Punkte mehr als der Rest der befragten in 192 Ländern. Leider werde das Wissen nicht im ausreichenden Maße angewendet, um die eigene Privatsphäre online tatsächlich zu schützen, so NordVPN weiter.

Teilnehmer aus Deutschland haben in den meisten getesteten Bereichen herausragende Ergebnisse erzielt. Bei den Grundlagen des Online-Datenschutzwissens erzielten die Deutschen 78,0 von 100 Punkten.

Anscheinend wissen die Menschen in Deutschland sehr gut, dass ein sicheres Passwort eher so aussieht kgZ{J.P0WO#r als so QwertY1234. 6,5 Prozent von ihnen gaben dennoch an, dass sie immer noch schwache Passwörter wählen. Des Weiteren sind 82,4 Prozent darüber im Bilde, dass dasselbe Passwort nicht für mehrere Konten verwendet werden sollte. Außerdem wissen sie, wie sich Malware verbreitet und welche Informationen Internetdienstanbieter aufzeichnen.

Auch die Testfrage, wie sie sich in Situationen verhalten würden, die mit digitalen Risiken verbunden sind, haben die Befragten in Deutschland mit einer beeindruckenden Leistung von 90,2 von 100 Punkten gemeistert. Allerdings fielen die Deutschen bei den digitalen Gewohnheiten zurück und erreichten nur knapp mehr als die Hälfte der möglichen Punkte (53,2 von 100). Am meisten haperte es am Umgang mit den Datenschutzbestimmungen: Ganze 36,4 Prozent akzeptieren diese, ohne sie zu lesen. Lediglich 50,6 Prozent der Teilnehmer konnten Tools nennen, die Online-Privatsphäre gewährleisten können.

Obwohl die Mehrheit der Deutschen weiß, wie sie sich online verhalten sollte, werde das Wissen leider nicht im digitalen Alltag ausreichend praktiziert, so Daniel Markuson, Experte für digitalen Datenschutz bei NordVPN. Im Bereich ”Digitale Gewohnheiten” schnitten die Deutschen am schlechtesten ab und folgten hier dem globalen Trend. „Es sind die kleinen Dinge, die unsere digitale Hygiene ausmachen: die Verwaltung von App-Einstellungen oder Standortinformationen, die wir in den sozialen Medien teilen“, erklärte Markuson. Dies seien die Schwachstellen, die sich schnell beheben lassen, um die Online-Privatsphäre täglich besser zu schützen.

Leider glaubten immer noch viele Menschen, dass das Löschen des Browser-Verlaufs zu mehr Datenschutz im Internet beitrage. Mehr Privatsphäre könnten hingegen das richtige Verhalten und umfassende Cybersicherheits-Tools wie VPNs und Antiviren-Software gewährleisten, so Markuson weiter.

NordVPN führte seinen Internationalen Datenschutztest im November 2020 durch. 48.063 Befragte aus 192 Ländern beantworteten 20 Fragen, um ihre Online-Datenschutzfähigkeiten und -kenntnisse zu bewerten. Die Analyse fand nur in Ländern statt, in denen die Anzahl der Teilnehmer mehr als 400 betrug.

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