Tödliche Cyberattacken nicht ausgeschlossen

Report von Mimecast verdeutlicht Gefahrenlage durch Ransomware


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Killware

Killware gilt als besonders gefährliche Untergruppe von Ransomware, da diese – der Malware zuzuordnende – Cyberattacke auf Einrichtungen oder Systeme abzielt, die einen erheblichen Einfluss auf das menschliche Leben haben können: Medizinische Geräte (beispielsweise zur Überwachung von Patientenzuständen), Flugverkehrskontrollsysteme, Staudämme, Sicherheits- oder Energiegeräte für den Haushalt (wie unter anderem Sensoren zur CO2-Messung) ebenso wie Maschinen, Transport- und Nutzfahrzeuge sowie Autos – all diese Dinge sind mittlerweile vernetzt und verfügen über digitale Schnittstellen. Durch die zunehmende Verbreitung von 5G und dem IoT entstehen somit neue Angriffsvektoren für Cyberkriminelle.

Wie real die Gefahr ist, die mit der technischen Entwicklung und Vernetzung einhergeht, lässt sich laut Mimecast gut anhand folgender Beispiele verdeutlichen: Erst vor Kurzem warnte das deutsche BSI, dass die Digitalisierung von Fahrzeugen, aufgrund der benötigten Vernetzung, zwangsläufig neue Angriffsflächen für Cyberkriminelle bereitstellen würde und forderte die Hersteller deshalb auf, den Aspekt der Cybersecurity frühzeitig bei der Entwicklung neuer Modelle zu beachten. In den falschen Händen kann ein gehacktes Auto verheerende Folgen mit sich ziehen. Weiteren Berichten zufolge warnt außerdem die US-Cybersicherheitsbehörde CISA davor, dass Infusionspumpen eines deutschen Herstellers gehackt werden könnten, wodurch Kriminelle Patienten tödliche Dosen an Medikamenten verabreichen könnten. Es gelte diese Systeme umfassend zu schützen, um das menschliche Wohlergehen zu bewahren.

„Die Vorteile der Digitalisierung für den privaten und geschäftlichen Bereich sind enorm. Dank fortschreitender Entwicklungen im Bereich IoT werden Prozesse immer effizienter und einfacher – doch leider auch für Cyberkriminelle,“ so Michael Watzl, Director Channel Sales DACH bei Mimecast. „Wir beobachten, dass Cyberattacken immer präziser werden und sich immer stärker auf Branchen und spezifische IT-Systeme oder -Plattformen spezialisieren. Kriminelle haben ihr Fangnetz ausgeweitet und greifen nun auch Systeme an, welche einen Einfluss auf das Leben von Menschen haben können. Dies ist eine sehr besorgniserregende Entwicklung, die in jedem Fall ernstgenommen werden muss. Um Unternehmen und Privatpersonen zu schützen, ist eine mehrschichtige Cybersecurity-Architektur sowie regelmäßige Sicherheitsschulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter notwendig.“

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