Trend Micro vereint NFV- und Endpoint-Sicherheit

Schutz für private 5G- und Edge-Netze

28. August 2020, 08:30 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Schutz für private 5G- und Edge-Netze
© Wolfgang Traub

Trend Micro arbeitet an Mobile Network Security (MNS), einer Sicherheitslösung für 5G-Mobilfunknetze, wie sie künftig nicht nur durch Carrier, sondern auch seitens Unternehmen zur Campus- und Industrievernetzung zum Einsatz kommen dürften. Die Security-Lösung soll umfassenden Netzwerk- und Endpunktschutz für die kommende Generation privater IoT- und 5G-Netze liefern.

Der Aufbau privater 5G- und (I)IoT-Netze (Industrial Internet of Things) ist für viele Unternehmen eine naheliegende Lösung, da sie geringe Latenzen, minimale Interferenzen und hohe Sicherheit versprechen, so Trend Micro. CISOs stehen laut dem japanischen Security-Anbieter jedoch vor der Herausforderung, mangelnde unternehmensinterne Kompetenzen bei der Kombination IT-, OT- und Kommunikationssicherheit zu kompensieren. Hier soll MNS helfen, indem es Netzwerk- und Endpunktsicherheit kombiniert.

Auf der Basis des ETSI-NFV-Frameworks (NFV: Network Function Virtualization) soll Trend Micros Virtual Network Function Suite (TMVNFS) Sicherheit für virtualisierte Netze mit geringer Latenz über 4G, 5G, NB-IoT (Narrowband Internet of Things) und Cat-M (LTE-Chipsets der Kategorie M) liefern. Die Lösung bietet laut Hersteller Schutz zur sicheren Anbindung aller mobilen und IoT-Geräte im privaten Netzwerk sowie zur Sicherung des Netzwerkverkehrs zwischen Edge-Computing-Anwendungen und Netzwerksegmenten. TMVNFS umfasse Zugriffskontrolle, virtuelles Patching, Intrusion Prevention, URL-Filterung und Anwendungskontrolle. Zudem blockiere die Lösung Schad-Websites, Botnet-C&C-Server (Command and Control) sowie bösartige Geräte.

Der „Endpoint Protection“-Baustein wiederum ermögliche umfassende Endgerätesicherheit für IoT-Geräte in zwei Varianten: als SIM-Karte oder Software-Java-Applet. Zur Funktionalität zählen Geräte-Whitelisting, Geofencing, Firmware-Integrität, IMSI/IMEI-Sperrung, Zero-Touch-Bereitstellung, gegenseitige Authentifizierung, TLS-Schlüsselerstellung auf Anforderung, Geräteisolation, Datenverschlüsselung, Blockchain-Support und mehr.

Trend Micro arbeitet laut eigenen Angaben bereits mit mehreren Service-Providern in Proof-of-Concept-Projekten für Mobile Network Security zusammen. Das Angebot werde voraussichtlich ab März 2021 allgemein verfügbar sein. Weitere Informationen finden sich unter www.trendmicro.com.

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