Feindbilder schwinden

Sicherheit und Datenschutz wachsen zusammen

28. November 2007, 00:01 Uhr   |  

Sicherheit und Datenschutz - es ist noch gar nicht so lange her, da war der Datenschutzbeauftragte in Unternehmen nicht unbedingt der Freund der Sicherheitsfachleute, machte er doch so manche aus Sicherheitsgründen angeblich notwendige Überwachungsaktion unmöglich oder verhinderte Monitoring-Maßnahmen.

Nun ändert sich das Bild. Die Reputation fast aller Firmen in der Öffentlichkeit und damit auch bei den Kunden ist davon abhängig, wie es das jeweilige Unternehmen mit dem Datenschutz hält. Immer mehr Fachleute und Security-Anbieter, aber auch Lösungsanbieter wie Microsoft, sprechen deshalb von einer Konvergenz der Themen Datenschutz und Sicherheit. Für manches großes Unternehmen, wie etwa Daimler, ist dieser Trend allerdings ein alter Hut – so schilderte Prof. Dr. Alfred Büllesbach, Konzernbeauftragter für den Datenschutz bei der Daimler Chrysler AG, der LANline schon im November 2005 vom
integrierten Sicherheits- und Datenschutzkonzept seines Arbeitgebers.

Beim Thema Spam hat es sich der Anbieter Cloudmark auf die Fahnen geschrieben, die scheinbar divergierenden Ziele beider Bereiche miteinander zu vereinbaren. Unternehmen und PC-Nutzer verlassen sich häufig auf ihre Internet-Service-Provider, die sie vor schädlichen Nachrichten bewahren sollen. Dies ist jedoch kein einfaches Unterfangen, da die Maßnahmen der Service-Provider gegen unerwünschte Nachrichten, etwa die Verwendung von Anti-Spam-Software anderer Anbieter zur Analyse der Nachrichteninhalte, leicht mit der Gesetzgebung zum Persönlichkeits- und Datenschutz in Konflikt geraten können. So kann es bereits problematisch sein, wenn im Rahmen der Spam-Analyse Mails in Länder übermittelt werden, deren Datenschutzgesetzgebung nicht dem Niveau der EU entspricht. Cloudmark empfiehlt außerdem, parallel zu Antispam-Lösungen Hotline- und Beschwerdestellen für die Anwender einzurichten und vor allem False Positives zu vermeiden. Außerdem hält das Unternehmen Techniken, die ohne inhaltliche Analyse Spam-verdächtiger E-Mails auskommen, aus Datenschutzgründen für vorteilhafter als klassische Content-Filter. Cloudmark hat zusammen mit der Experton Group ein Whitepaper zur datenschutzgerechten Spam-Abwehr entwickelt, das über
www.cloudmark.com oder per Email-Anfrage an kirsten.vanlaak@experton-group.com bezogen werden kann.

LANline/wj

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Servonic und Estos wachsen zusammen

Verwandte Artikel

Default