Sicheres Online-Shopping zur Weihnachtszeit

So erkennen Verbraucher falsche Online-Shops

11. Dezember 2020, 12:30 Uhr   |  Jörg Schröper

So erkennen Verbraucher falsche Online-Shops

Weihnachten steht vor der Tür und damit die wichtigste und umsatzstärkste Zeit im Online-Handel. Schon 2019 kaufte die Mehrheit der Bundesbürger Weihnachtsgeschenke im Netz, wie der Branchenverband Bitkom erklärt. „Die anhaltende Corona-Krise wird den Online-Shops wohl ein weiteres Plus bescheren. Und das ist auch Cyberkriminellen bekannt. Sie nutzen den vorweihnachtlichen Kaufrausch vieler Verbraucher, um ihren ganz eigenen Geschäften nachzugehen“, warnt Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group. Manche Tipps zum Schutz gegen solchen Betrug mögen für Insider banal wirken. Es schadet dennoch nicht, sich noch einmal mit den Basics auseinanderzusetzen.

Die IT-Sicherheitsexpertin warnt insbesondere vor sogenannten Fake-Shops, also Online-Shops, die täuschend echt wirken, ihre Kunden jedoch mit ausbleibenden Warenlieferungen oder anderen Machenschaften betrügen. Dabei gebe es Merkmale und Kriterien, anhand derer sich Fake-Shops identifizieren lassen. „Verbraucher können und sollten vor dem Einkauf in einem Online-Shop die eigentliche Web-Adresse, die Verschlüsselung der Website, die Rechtstexte wie Impressum und AGB, die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten, die Bewertung anderer Verbraucher und die vom Shop verwendeten Gütesiegel oder Zertifikate einsehen oder prüfen“, so Schrenk.

Oft verwenden Cyberkriminelle Web-Adressen, die an bestehende und seriöse Shops erinnern, sich jedoch im Detail unterscheiden. So könnte beispielsweise die Domain www.onlineshop.de von Cyberkriminellen unter www.onlinshop.de ausgenutzt werden. Skepsis ist insbesondere geboten, wenn die Internetadresse überhaupt nicht zum Thema des Shops passt, beispielsweise wenn unter pflanzenwelt.de Bademode angeboten wird.

Verschlüsselung allein biete keine Garantie für einen seriösen Online-Shop – dahinter könnten auch Cyberkriminelle mit kostenfreien SSL-Zertifikaten stecken, die ohne nähere Prüfung der zu schützenden Domain oder des Domain-Inhabers ausgestellt werden. „Um die Verschlüsselung und Identität einer Website zu überprüfen, lohnt ein Klick auf das kleine Schlosssymbol vor der eigentlichen Adresse in der Adresszeile. Dort befindet sich im Menüpunkt “Zertifikat” die Information, ob eine gültige Verschlüsselung aktiviert ist. Ein Klick darauf zeigt weiterführende Informationen über das SSL-Zertifikat an – vor allem für wen es ausgestellt wurde, wer es ausgestellt hat und bis wann es gültig ist“, rät Schrenk.

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2. Siegel und Bewertungen

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