Eleven analysiert das Spam-Verhalten 2011 und stellt Prognosen für 2012

Spam-Trends 2011 und 2012

13. Januar 2012, 09:33 Uhr   |  LANline/Simon Schlede

Spam-Trends 2011 und 2012

Nach den Schwankungen im Spam-Aufkommen im Jahr 2011, rechnen die Analysten von Eleven im Jahr 2012 mit zunehmend kurzen, massiven Wellen an Spam und Phishing Mails.

Im Jahr 2011 beobachtete Eleven im Spam-Aufkommen Schwankungen mit wiederholten Einbrüchen über 50 Prozent. Einen Grund zur Entwarnung gibt es jedoch nicht, da trotz der Einbrüche um bis zu 80 Prozent, die im März 2011 durch die Abschaltung des weltgrößten Botnets Rustock entstanden sind, das Spam-Volumen wieder auf seinen ungefähren Ausgangswert gestiegen ist.

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Außerdem änderten sich Herkunft und Themen der Spam-E-Mails. Vor der Rustock-Abschaltung kamen etwa 70 Prozent des gesamten Spam-Aufkommens, dominierendes Spam-Thema war Pharma-Werbung, aus den  Industrieländern. Nach Rustock sind die Schwellenländer der Hauptursprung des Spam-Versands, der zum größten Teil aus Casino-Werbung besteht. Zudem gab es eine Zunahmen an lokalisierten Spams, die gezielt deutsche E-Mail-Nutzer ansprechen, um an vertrauliche Daten zu kommen.

Die Spam-Entwicklung lies im Jahr 2011 klare Rückschlüsse auf die geografische und thematische Verteilung der führenden Botnets zu. Außerdem änderte sich die kontinuierliche Verbreitung in kurze, aber massive Wellen, die vor allem für Casino-Spam typisch sind. Unter anderem setzte sich die enge Verflechtung von Spam- und Malware-Verbreitung fort, die Spam-Einbrüche mit einem Anstieg des Malware-Aufkommens begleitet. Diese dienen der Verbreitung von Trojanern und damit dem Wiederaufbau verloren gegangener Botnet-Ressourcen.

Im Jahr 2012 werden Spitzen entstehen, die zu Überlastungssituationen bei E-Mail-Servern führen. Da Spam-und Phishing-Kampagnen an Professionalität zunehmen, wird es für Anwender schwieriger werden, Malware oder gefälschte Websites zu erkennen. In Folge der Botnet-Abschaltungen werden Spammer versuchen ihre Infrastrukturen zu diversifizieren, indem sie versuchen legitime Postfächer kapern, um über diese Spam zu verbreiten. E-Mail-Zugangsdaten werden ein bevorzugtes Phishing-Ziel sein. Die Nutzung populärer Ereignisse für Spam- und Malware-Kampagnen wird weiter zunehmen, während gleichzeitig sich Spam, Phishing und Malware weiter vermischen werden.

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