Kaspersky warnt vor Cyberangriffen auf Jugendliche, Eltern und Silver Surfer

Steigende Nutzung des Internets birgt Gefahren für alle Altersgruppen

03. Februar 2010, 13:01 Uhr   |  

Nach einer Studie von Microsoft werden ab Juni 2010 die Europäer mehr Zeit im Internet als vor
dem Fernseher verbringen. Nach Angaben des Internet World Stats wird im Jahr 2010 weltweit ein
Viertel der Gesamtbevölkerung online sein. Die Bedeutung des World Wide Webs wird immer größer, die
Nutzergruppen immer vielschichtiger. Anlässlich des am 9. Februar weltweit stattfindenden Safer
Internet Day macht Kaspersky Lab auf die IT-Gefahren aufmerksam, die mit der zunehmenden
Popularität des Internets einhergehen. Das Phänomen Computerkriminalität betrifft nicht nur Kinder
und Jugendliche, sondern auch ältere Internetanwender.

Kinder und Jugendliche – soziale Netzwerke als Gefahr

Deutsche und US-amerikanische Statistiken zeigen, dass die Zwölf- bis 19-Jährigen das Internet
vor allem zur Kommunikation nutzen. Dabei verbringen rund 50 Prozent ihre Online-Zeit in sozialen
Netzwerken sowie mit Messenger- und E-Mail-Programmen. Passenderweise lautet das diesjährige Motto
des Safer Internet Day "Think before you post". Da Kinder und Jugendliche zahlreiche persönliche
Informationen heutzutage im Internet auf Facebook und Co. veröffentlichen, bietet das Internet
Informationsquellen, um komplette Persönlichkeitsprofile zu erstellen. Für Cyberkriminelle die
Möglichkeit, über so genannte "Social-Engineering-Tricks“ gezielt die Computer von Kindern und
Jugendlichen anzugreifen. Kaspersky Lab rechnet damit, dass im Jahr 2010 soziale Netzwerke
verstärkt von Kriminellen missbraucht werden. Einen Hintergrundartikel zum Thema Facebook und
Datenschutz gibt es unter:

www.essentialmedia.eu/cms/upload/Kunden/Kaspersky/PM_pdf/KL_Datenschutz_Facebook.pdf

Phishing-Angriffe auf Online-Banker

Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 nutzen Erwachsene das Internet vornehmlich zur
Informationsrecherche und zum Online Banking [6]. Durch so genannte Phishing-Angriffe werden
zunehmend Anwender von Online-Shopping- oder Homebanking-Diensten Opfer von Computerkriminalität.
Nutzer werden beispielsweise – ohne es zu merken – nicht auf die offizielle Web-Seite einer Bank,
sondern auf eine von Online-Betrügern gefälschte Seite geleitet. Gibt der Anwender dort seine
persönlichen Banking-Daten ein, erscheint eine Meldung, dass ein technisches Problem aufgetreten
sei. Doch Benutzername, Kennwort oder TAN-Nummer werden tatsächlich zum Angreifer gesendet, der
damit auf Kosten des Opfers beispielsweise Banktransaktionen vornehmen kann.

Neues Cybercrime-Ziel: Silver Surfer

Internet-Nutzer über 65 nutzen das Internet zur E-Mail-Kommunikation sowie für
Informations-Dienste, von der Reiseplanung über Wetterinformationen bis zu Nachrichten [7]. Daher
ist bei Cyberkriminellen der Versand von angeblichen E-Mails großer Online-Reiseveranstalter wie
Opodo und Expedia beliebt. Die Gefahr: Im Anhang befindet sich eine gefälschte Rechnung, die nach
dem Anklicken einen Trojaner auf dem Computer installiert, wenn dieser nicht von einem aktuellen
Antivirenprogramm geschützt wird. Trojaner spähen zum Beispiel Passwörter, Kreditkartendaten und
TAN-Nummern aus. Nutzer sollten daher darauf achten, dass das digitale Reisebüro auf jeden Fall
eine verschlüsselte Verbindung für die Transaktion anbietet.

LANline/jos

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