Ivanti hat 400 IT-Profis zu On- und Off-Boarding-Prozessen in Unternehmen befragt. Dabei ist offenbar deutlich noch Luft nach oben: An automatisierten Lösungen hapert es – und nur die wenigsten haben einen wirklichen Überblick zu den vergebenen Rechten der Mitarbeiter.

Die größte Herausforderung für IT-Profis beim On-Boarding und Off-Boarding von Mitarbeitern besteht darin, dass der Prozess nicht klar definiert ist (24 Prozent), dicht gefolgt von fehlender Automatisierung (23 Prozent). Nur für jeden zehnten Befragten sind mangelnde Ressourcen die größte Herausforderung. In einem Punkt aber sind sich die meisten einig: Neun von zehn Umfrageteilnehmern sehen einen Zusammenhang zwischen der Mitarbeiterzufriedenheit und einem funktionierenden On-Boarding-Prozess. Frappierend: Nur 15 Prozent der Mitarbeiter verfügen am ersten Arbeitstag über alle notwendigen Ressourcen. 38 Prozent der Befragten sagen, dass es etwa zwei bis vier Tage dauert, bis ein neuer Mitarbeiter mit allen notwendigen Ressourcen ausgestattet ist, und 27 Prozent veranschlagen hierfür mehr als eine Woche.

Ein weiterer Aspekt sind die internen Mitarbeiterwechsel. Dabei vertrauen mehr als die Hälfte der Befragten darauf, dass unnötige Zugriffsrechte entfernt werden. Fast ebenso viele ändern die Vergaberechte dann manuell. 37 Prozent können auf teilautomatisierte Lösungen zurückgreifen, und nur neun Prozent arbeiten in diesem Punkt durchgehend automatisiert.

Verlassen Mitarbeiter Unternehmen komplett, muss vor allem die IT-Abteilung die Ärmel hochkrempeln. Unternehmensaustritte kosten 26 Prozent der befragten IT-Mitarbeiter mehr als eine Woche Arbeitszeit. Und selbst dann kann nur knapp die Hälfte aller IT-Experten relativ sicher sagen, dass die Ex-Kollegen über keine Zugriffsrechte mehr verfügen.

Noch alarmierender: Abgesehen davon gab die Hälfte aller Umfrageteilnehmer an, dass sie jemanden kennen, der noch Zugang zu den Anwendungen und Daten eines ehemaligen Arbeitgebers hat.

Diese Risiken treiben die IT-Experten dabei besonders um:

  • Verlust sensibler Daten (38 Prozent),
  • Cybersicherheits-Hacks über ein nicht verwaltetes Konto (26 Prozent) und
  • Einschleusen von Schadsoftware und Datendiebstahl (24 Prozent).

„Die Ergebnisse zeigen, dass in vielen IT-Abteilungen Nachholbedarf besteht, wenn es um automatisiertes On- und Off-Boarding von Mitarbeitern geht. Es wird auch deutlich, dass unkontrollierte Zugriffsrechte ein großes Problem im Umgang mit sensiblen Daten rund um Mitarbeiter und Unternehmen sind.“, sagt Bernhard Steiner, Director Technical Presales bei Ivanti.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.ivanti.de.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.