Dem Status quo bei der Netzwerkautomatisierung ist der Netzwerkausrüster Juniper Networks in seinem State of Network Automation Report (SoNAR) auf den Grund gegangen. In der ersten Ausgabe des Berichts identifiziert der Hersteller nach eigenen Angaben die wichtigsten Trends und Herausforderungen rund um das Thema. Schließlich werden, so Juniper, Automatisierungstechnologien und -Tools immer unternehmenskritischer, die Einführung stellt jedoch weiterhin eine Herausforderung dar. Für die Studie hat der Netzwerkausrüster 400 unabhängige IT-Entscheider befragt.

Demnach sollen 96 Prozent der Unternehmen bereits erste Schritte in Richtung Automatisierung unternommen haben. Die seien jedoch erst am Anfang. Lediglich acht Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie seit vier Jahren die Automatisierung ihres Netzwerks vorantreiben. Dies verdeutlicht, dass die Branche noch einen weiten Weg vor sich hat, so der Hersteller weiter.

Des Weiteren zeigt SoNAR, dass gezielte Anstrengungen zu besseren Ergebnissen führen. Unternehmen, die ihre Automatisierungsbemühungen auf einige Stellen im Netzwerk konzentrieren, übertreffen laut der Studie Organisationen, die das gesamte Netzwerk automatisieren, in einer Reihe von Schlüsselkategorien. Laut Hersteller ergibt es also durchaus Sinn, einen kleinen Querschnitt der Infrastruktur zu automatisieren.

Als wichtigsten Treiber für die Automatisierung identifiziert der Bericht die Sicherheit. Galt die Automatisierung in der Vergangenheit als Möglichkeit, Ressourcen und Kosten zu reduzieren, zeige sich nun, dass hier ein Umdenken stattgefunden hat. So gaben 67 Prozent der Befragten an, dass für sie die Security der wichtigste Treiber ist. Bei Teilnehmern, die in bestimmten Teilen des Netzwerks automatisieren lag der Anteil sogar bei 78 Prozent. Bei denjenigen, die im gesamten Netzwerk automatisieren gaben dies 71 Prozent der Studienteilnehmer an.

Zudem widerlege die Studie, dass die Automatisierung dazu beiträgt, dass der Beruf des Netzwerkingenieurs überflüssig wird. Tatsächlich betone SoNAR, dass ein höherer Automatisierungsgrad zu einer größeren Mitarbeiterzufriedenheit führt. Dies deutet drauf hin, dass die Automatisierung Vorteile haben kann, die weit über die von ihr unterstützte Infrastruktur hinausgeht, so Juniper weiter.

Als größte Herausforderung für Unternehmen, die mit der Automatisierung beginnen, identifiziert die Studie den Ausbildungs- und Ressourcenmangel. Mehr als die Hälfte der Befragten in dieser Kategorie betrachten dies als ein großes Hindernis. 59 Prozent bemängelte, dass es an Zeit fehlt, um am Arbeitsplatz zu lernen. 52 Prozent sagten, dass es an entsprechendem Know-how mangelt, das für die Ausbildung notwendig ist, während 56 Prozent fehlende Trainingsressourcen monieren.

Weitere Informationen finden sich unter www.juniper.net.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.