Mit einer Cloud-Version seiner SD-WAN-Lösung (Software-Defined WAN) Contrail will Juniper Networks den Unternehmen die Verwaltung ihrer Netzwerkinfrastrukturen erleichtern. IT-Verantwortliche seien mit der „SD-WAN as a Service“-Lösung in der Lage, neben ihrer WAN-Infrastruktur auch die dazugehörigen LAN- und WLAN-Umgebungen in den Zweigstellen zu verwalten. Da das Unternehmen die dazu benötigte Software nicht mehr selbst betreiben muss, helfe der Cloud-Service, den Betrieb deutlich zu vereinfachen, so der Netzwerkausrüster.

Contrail as a Service kombiniert laut Juniper die Einfachheit eines Cloud-basierten Modells mit der zentralen Orchestrierung der Netzwerkinfrastruktur von Contrail, inklusive einer automatisierten Vernetzung, Sicherheit, Analytik und KI-Unterstützung. Die Lösung soll innerhalb weniger Minuten Verbindungen zu allen herstellereigenen Zweiggeräten und Cloud-Footprints herstellen können. Sie automatisiere den täglichen Betrieb dieser Geräte und erlaube eine zentrale Steuerung des Lifecycle-Managements. Nach Bekunden des Herstellers sei Contrail as a Service in der Lage, auf bis zu 10.000 Filial- und Cloud-basierte Endpunkte zu skalieren.

Auf diese Weise profitieren Unternehmen von einer Transparenz über das gesamte SD-WAN sowie über die kabelgebundene und drahtlose Infrastruktur in sämtlichen Niederlassungen. Intelligente Analysen sollen zudem Echtzeit-Einblicke in den Netzwerkbetrieb ermöglichen. Administratoren seien so in der Lage, mögliche Bedrohungen und Beeinträchtigungen zu verhindern. Probleme sind laut Hersteller leichter erkennbar und eine Wiederherstellung schneller möglich.

Als wichtigste Merkmale nennt der Netzwerkausrüster:

  • SD-WAN-Flexibilität: Das hauseigene SD-WAN soll nun mehr Varianten von passiv redundanten hybriden WAN-Verbindungen, Internet-Breakout am WAN Edge CPE oder zentralisierten WAN-Hubs und Topologien wie Hub and Spoke, Partial Mesh und Dynamic Full Mesh unterstützen. Laut Juniper hat EANTC (European Advanced Networking Test Center) eine Skalierung auf über 10.000 Standorte getestet. Die Lösung sei mandantenfähig.
  • Zentral verwaltete LAN- und WAN-Zweigstellen: Die Vernetzung der herstellereigenen Ethernet-Switches der EX-Serie mit einem einzelnen oder zwei WAN-Gateways der NFX- oder SRX-Serie erlaube es Unternehmen, ihre WAN- und LAN-Richtlinien sowie die Provisonierung für eine sichere Vernetzung zentral zu automatisieren, so der Hersteller.
  • Managed Security: Der Anwender habe eine noch größere Auswahl und Kontrolle bei der Verwaltung der Sicherheitsanforderungen. Dies umfasse unter anderem die Integration mit dem Cloud-Sicherheitsanbieter ZScaler sowie das Management von Firewall-Funktionen mit den hauseigenen SRX- oder NFX-Geräten, einschließlich Juniper Sky ATP.
  • Mist-Systems-Integration: Mist, ein Anbieter für KI-gesteuertes WLAN, ist nun integraler Bestandteil der neuen SD-WAN-Management-Schnittstelle. Administratoren erhalten so laut Hersteller einen Einblick in Betriebs- und Analysedaten des WLANs ebenso wie in die WAN-, LAN- und Sicherheitsdaten.
  • Offene Lösung: Die SD-WAN-Lösung von Juniper soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre sicheren SD-WANs auf Hubs und Spokes in der Cloud zu erweitern, indem ein vSRX in einer Public Cloud der Wahl hinzugefügt wird. Darüber hinaus erlaube die auf offenen Standards basierende Architektur zusammen mit offenen APIs eine nahtlose Systemintegration und NetOps-Workflow-Automatisierung, so der Netzwerkausrüster.

Weitere Informationen finden sich unter www.juniper.net.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.