Schneider Electric, global tätiger Anbieter für Energie-Management und Automatisierung, erweitert sein Angebot an Kaltwassersätzen für mittlere Leistungsgrößen um zwei weitere Baureihen. Das Premiumsegment bilden laut dem Hersteller die energieeffizienten All-in-One-Einheiten der Aquaflair-TSA-Serie mit einer Kälteleistung von 120 bis 350 kW. Als kostengünstigere Alternative stehen die Kältemaschinen der TRA-Serie zur Verfügung. Diese sind in Leistungsgrößen von 110 bis 400 kW erhältlich. Alle TSA/TRA-Modelle sind künftig sowohl als Standardausführung als auch als Freikühlsystem zu haben. Produkte der TRA-Serie sind außerdem als Kaltwassersätze mit Wärmepumpen verfügbar.

Die Kälteaggregate der Baureihen TSA und TRA sind laut Schneider Electric für anspruchsvolle Industrieanwendungen und mittelgroße Rechenzentren mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit konzipiert. Sie bieten zahlreiche Redundanzoptionen wie separate Netzeinspeisung, zweifache Stromversorgung und doppelten Kältekreislauf. Jeder Kältekreislauf ist mit zwei bürstenlosen (TSA) oder hermetisch abgeschlossenen (TRA) Scroll-Kompressoren ausgestattet, die parallel im Tandemverbund arbeiten. Daher lasse sich die Kühlkapazität stufenweise steuern und an die tatsächliche Wärmelast anpassen.

Bei Leistungsgrößen bis 230 (TSA) und 260 kW (TRA) kommen Microchannel-Kondensatoren aus Aluminium zum Einsatz. Die leistungsstärkeren Einheiten beider Serien verfügen über Rippenrohrkondensatoren. Modelle der Premiumklasse TSA sind serienmäßig mit elektronischen Expansionsventilen und energiesparenden EC-Ventilatoren erhältlich. Die Kälteaggregate der TRA-Serie sind bei Bedarf aufrüstbar. Alle TSA- und TRA-Einheiten sind für Betriebsgrenzen von -20 °C bis +50 °C ausgelegt, Sonderanfertigungen eignen sich für den Betrieb bis -40 °C.

Das große Einsatzgebiet der Aquaflair-Kaltwassersätze spiegle sich laut Schneider Electric auch in den Produktoptionen wider. Für schallkritische Standorte sind beispielsweise spezielle UltraQuiet-Ausführungen mit reduzierter Schallemission verfügbar. Darf im Innenbereich des Rechenzentrums kein Glykol verwendet werden, bieten sich laut dem Hersteller die glykolfreien Modelle der TSA- und TRA-Serie an. Bei dieser Option sind lediglich die Kühlkreise der freien Kühlung mit einer Mischung aus Glykol und Wasser befüllt. Der primäre Hydraulikkreislauf ist von diesen Kreisläufen isoliert und arbeitet mit reinem Wasser.

Auf Wunsch lassen sich die Kaltwassersätze um moderne Energiespartechniken wie adiabatische Luftkühlung und „Intelligente Freie Kühlung“ ergänzten, so der Hersteller weiter. Im Intelligent-Free-Cooling-Modus sind die Luft-Wasser-Wärmetauscher aller Einheiten über ein dediziertes Rohrleitungssystem miteinander verbunden. Das Warmwasser wird durch alle verfügbaren Freikühlregister gepumpt. Auf diese Weise lassen sich die Wärmetauscher der aktiven wie auch der inaktiven Einheiten nutzen und die effektive Freikühlleistung erhöhen. Ein solcher Ansatz ist laut Schneider Electric besonders bei Doppelt- oder Mehrfachauslegungen von Relevanz.

Weitere Energieeinsparungen biete außerdem der gleitende Mischbetrieb. Kann die Freie Kühlung nur noch einen Teil der Wärmelast abbauen, werden im gleitenden Mischbetrieb automatisch die Kompressoren im Teilbetrieb hinzugeschaltet. Dies minimiere den Energieverbrauch auch bei gemäßigten Außentemperaturen.

Weitere Informationen stehen unter www.schneider-electric.de bereit.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.