Der russische IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky Lab hat sein Portfolio an Lösungen für die Sicherheit von Virtualisierung und Clouds um ein neues Produkt erweitert. Hybrid Cloud Security sei eine Schutzlösung der nächsten Generation für hybride Clouds in Unternehmen. Die Lösung sei außerdem mit AWS (Amazon Web Services) und Microsoft Azure integrierbar.

Hybrid Cloud Security soll Anwendungen und Daten der Arbeitslasten in physischen, virtuellen und Cloud-basierten Umgebungen schützen und dabei die umfangreiche Erfahrung des IT-Sicherheitsanbieters beim Schutz softwarebasierter Datenzentren nutzen. Die API-basierte Integration in AWS und die Unterstützung der Cloud-Plattform Microsoft Azure soll es Unternehmen ermöglichen, die Sicherheit aller in der Public Cloud abgelegten Assets zu erhöhen. Die Lösung schützt nach Bekunden des Herstellers Multi-Cloud-Umgebungen vor fortschrittlichen Cyber-Bedrohungen und integriert Techniken für eine einheitliche Orchestrierung und operationelle Hygiene, Systemhärtung und Workload Defense sowie einen durch maschinelles Lernen gestützten Laufzeitschutz.

Unternehmen, die eine Migration in Public Clouds beabsichtigen, stehen laut Kaspersky in punkto Sicherheit vor komplexen Integrationsprojekten, etwa wenn es um bisher übliche virtuelle Umgebungen von Unternehmen oder Public-Cloud-Anbieter, virtuelle Maschinen und Arbeitsplätze geht. Auch nach einer Integration sei es möglich, dass sich die Sichtbarkeit für das Unternehmen verschlechtert, beispielsweise wenn sie sowohl Public Clouds als auch Private Clouds über unterschiedliche Panels verwalten müssen. Hier setzt die neue Kaspersky-Lösung an.

Sie stellt laut Herstellerangaben eine zentrale, in die Cloud integrierte Konsole zur Verfügung, mit der IT-Sicherheitsteams die vollständige Kontrolle über Datenzugriffsrechte bekommen sollen. Dabei spiele es keine Rolle, ob sich die Daten vor Ort oder in der Cloud befinden. Auf diese Weise lässt sich die nahtlose Integration von Sicherheitsmaßnahmen in interne, virtuelle Infrastrukturen gewährleisten, so Kaspersky weiter. Dadurch sei das Unternehmen in der Lage, die Reaktion auf komplexe Cyber-Bedrohungen zu vereinfachen und zu automatisieren. Zudem soll dabei die volle Sichtbarkeit der gesamten hybriden Cloud-Umgebung erhalten bleiben.

Zum weiteren Funktionsumfang von Hybrid Cloud Security gehören beispielsweise ein durch ML (Machine Learning) unterstützter Schutz, um potenzielle Gefahren aufzuspüren, zu blockieren und zu beseitigen, bevor diese Unternehmensdaten und -prozesse schädigen. Damit Angreifer keine Schwachstellen in legitimier Software ausnutzen, setzt die Lösung laut Kaspersky Techniken wie Exploit Prevention, Schwachstellen-Assessment und automatisiertes Patch-Management ein. Außerdem soll Hybrid Cloud Security die Sicherheitsanforderungen von Unternehmen mit unterschiedlichen Sicherheitsebenen inklusivem Schutz vor Ransomware und verhaltensbasierter Erkennung, die über neueste Threat Intelligenve verfügen, berücksichtigen.

Weitere Informationen finden sich unter www.kaspersky.de/enterprise-security/cloud-security.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.