Der „Smart Building Security“-Spezialist Kentix hat die Integration von IP-Videokameras in herstellereigene, bestehende Systeme vereinfacht und bietet Anwendern nach eigenem Bekunden zudem die Möglichkeit, die Kamerabilder von unterwegs aus abzurufen.

Die hauseigenen Lösungen sollen Gefahren frühzeitig erkennen, diese unmittelbar melden oder berechtigte und unberechtigte Zutritte registrieren. Eine Videoaufzeichnung, parallel zu Alarmen und Ereignissen, ermöglicht laut Kentix die schnelle Einschätzung kritischer Zustände auch in verteilten Anlagen. In Verbindung mit den zusätzlichen Messdaten erweise sich die Ferneinschätzung auf diese Weise als besonders zuverlässig.

Bei der Integration der IP-Videokameras nutzt Kentix den Vorteil durchgängig IP-basierter Systeme, die so direkt auf die Videodaten der Netzwerkkameras zugreifen können. Die Aufzeichnung erfolge kontinuierlich, sodass sich die Bilder im Ereignisfall vor und nach dem Ereignis zusammenfügen, speichern und übertragen lassen. Anwender sollen auf diese Weise von der synchronen Information aus Mess- und Bilddaten in einem System profitieren. Eine Suche in einem externen Videospeicher sei so nicht mehr nötig. Kentix unterstützt nach eigenen Angaben prinzipiell alle Netzwerkkameras, die via HTTP/HTTPS die Abfrage von Videobildern ermöglichen.

Mit einer neuen App für iOS und Android stellt der Hersteller außerdem die Videobilder auf dem Smartphone als Livestream oder als Videohistorie zur Verfügung. Eine Alarmverifikation sei somit aus der Ferne möglich und spare in vielen Fällen die Kosten für den Einsatz vor Ort.

Die Videodaten selbst speichert Kentix nach eigenen Angaben nicht extern in einem Cloud-Speicher, sondern lokal im herstellereigenen AlarmManager oder AccesPoint. Hierfür kommen Micro-SD-Karten mit bis zu 128 GByte als Speichermedium zum Einsatz. Folgende Kentix-Systeme sollen die Videoaufzeichnung unterstützen: AlarmManager, MultiSensor-LAN, AccessPoint und IP-Wandleser. Als mögliche Einsatzszenarien nennt der Hersteller beispielsweise IT-Technikräume, Rechenzentren, kritischen Produktionsbereiche, Magazine und Lager sowie Büroflächen.

Weitere Informationen sowie einige Integrationsbeispiele für gängige Kamerahersteller finden sich unter www.kentix.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.