Kentix hat einen neuen IP-Wandleser vorgestellt, der das herstellereigene Zutrittssystem DoorLock um eine kabelgebundene Variante erweitern soll. Die Produktneuheit verfügt über eine beleuchtete Touch-PIN-Tastatur und ermöglicht die Integration von IP-Videokameras für zusätzliche physische Sicherheit. Damit lässt sich, so Kentix, auch für Türen ein Zutritts-Management umsetzen, bei denen eine Funklösung nicht gewünscht oder möglich ist.

Der IP-Wandleser biete die Möglichkeit, die Tür entweder via eines RFID-Mediums oder über eine Code-Eingabe zu entriegeln. Ein Netzwerk-Relaismodul bilde hierbei die Zentraleinheit mit dem Netzwerkanschluss. Das Relaismodul lasse sich einfach an der Wand montieren und über PoE (Power over Ethernet) mit Spannung versorgen. Die Verwaltung findet laut Kentix zentral über den integrierten Web-Server statt, die Kommunikation zwischen dem Relaismodul und dem IP-Wandleser erfolge über eine Bus-Verbindung.

Der IP-Wandleser lässt sich entweder in einer Schalterdose oder optional im Aufputzgehäuse im Bereich der Tür montieren. Die Spannungsversorgung erfolgt ebenfalls über PoE. Um eine zusätzliche Tür zu integrieren, benötige man lediglich einen Erweiterungsleser ohne Relaismodul, so der Hersteller. Dieser müsse anschließend über den herstellereigenen Access Point KXP-2 mit Spannung versorgt werden.

Falls man weitere Türen oder Räumen einbinden will, lassen sich nach Bekunden des Herstellers mehrere Netzwerk-Relaismodule durch einen Master-Slave-Modus zu einem System mit zentraler Verwaltung verbinden. Darüber hinaus ließen sich die Funk- und IP-Leser von Kentix beliebig kombinieren.

Der IP-Wandleser von Kentix mit dem Netzwerk-Relaismodul. Bild: Kentix

Falls erwünscht, ermögliche der IP-Wandleser außerdem eine IP-Video-Integration. Hierzu lasse sich jede Tür im System mit einer IP-Kamera verknüpfen, die bei der Buchung am Türöffner angesteuert wird und eine Bildserie aufzeichnet. Anschließend speichere die Lösung die Videosequenz mitsamt der Nutzerdaten und einem Zeitstempel im Logbuch, das man bei Bedarf jederzeit aufrufen kann. Sollte es zu einer Fehlbuchung oder einen Sabotageversuch kommen, sende das System umgehend eine E-Mail mit der Bildsequenz im Anhang an den Systemadministrator.

Bis zum Ende des Jahres plant Kentix unter der Marke „Power-Monitoring“ außerdem die Einführung einer komplett neuen Produktserie, wie Kentix-CEO Thomas Fritz auf dem „Trendschnüffler-Tag“ vor rund 100 zertifizierten Partnern ankündigte. Diese eigne sich für den Schaltschrank-Einbau oder als Zwischenzähler für PDUs und USVs. Die neue Serie gehört zum Ziel des Herstellers, einen 360-Grad-Blick auf die Infrastruktur zu liefern. Dies umfasse die Bereiche Power, Strom sowie Meetering und Video.

„Wir wollen alles überwachen können, was physisch in einen Raum hinein- und herausfließt“, so Fritz. Darüber hinaus soll es möglich sein, alles mit Bildern zu dokumentieren und in der Kentix-Cloud zusammenzubringen. Als Strategie für die nähere Zukunft nennt Fritz die Abbildung einer „360 Grad Smart Building Security“ im Portfolio. In diesem Rahmen plant der Hersteller zusätzliche Produkte für das neue Jahr, etwa Multisensoren oder weitere Apps.

Weitere Informationen finden sich unter www.kentix.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.