Das VDE-Institut und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE kooperieren seit Kurzem bei der Prüfung und Zertifizierung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen für portable Anwendungen. Beide Institute unterzeichneten hierzu ein so genanntes „Memorandum of Understanding“ (also einen Vorvertrag). Im Rahmen der Kooperation übernimmt das VDE-Institut die Sicherheitsprüfung und Zertifizierung nach den gängigen Normen und Standards, während die relevanten Performance-Prüfungen gemeinsam durchgeführt werden.

Die Fachleute gehen davon aus, dass Brennstoffzellen schon bald als Versorgungseinheiten für Laptops, Mobiltelefone und Camcorder sowie industrielle stromnetzferne Geräte auf den Markt kommen.

„Die Brennstoffzelle steht vor dem Durchbruch. Unser Institut und das ISE reagieren damit auf die Nachfrage. Denn erfahrungsgemäß werden diese Neuentwicklungen dann schnell den Sprung auf den Weltmarkt schaffen, wenn Kostenziele und Produktqualität überzeugen können“, so Wilfried Jäger, Geschäftsführer des VDE-Instituts.

In kleinen tragbaren Geräten für die tragbare Stromerzeugung sollen Brennstoffzellen neue Möglichkeiten schaffen. Denn sie bieten gegenüber herkömmlicher Technik einen echten Mehrwert: Laptops können unabhängig vom Stromnetz viele Stunden laufen, im entscheidenden Moment leere Akkus gehören so womöglich der Vergangenheit an.

Für die genannten Anwendungen favorisieren die Experten neben der wasserstoffbetriebenen PEM-Brennstoffzelle auch die Direktmethanol-Brennstoffzelle (DMFC). Das Potenzial der Brennstoffzelle sei enorm: Allein in Deutschland werden jedes Jahr nahezu eine Milliarde Primärbatterien und rund 90 Millionen wieder aufladbare Akkumulatoren verkauft. Schon ein Marktanteil von nur wenigen Prozent könnte zu Stückzahlen führen, wie sie die Brennstoffzelle in den kommenden Jahrzehnten wohl in keinem anderen Segment erreichen wird.

LANline/jos