Gastbeitrag von Gigaset

DECT-Telefonie mit dezentralem Filialnetzwerk administrieren

03. Februar 2021, 07:00 Uhr   |  Ralf Lueb/am

DECT-Telefonie mit dezentralem Filialnetzwerk administrieren
© Wolfgang Traub

Einer der Bereiche, der durch die Corona-bedingte Reduktion der Kontakte und die beiden bundesweiten Lockdowns eine starke Entwicklung vollzogen hat, ist die Kommunikation. Besonders mit dem Wechsel in das Home-Office sind Videokonferenzen und der Einsatz von Collaboration-Lösungen zur neuen Realität geworden. In zahlreichen Branchen, in denen Beschäftigte keinen festen Computer-Arbeitsplatz haben, ist die Situation jedoch eine andere. Vom Einzelhandel über klassische Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe bis hin zu Werkstätten erfolgt die Kommunikation oft per DECT-Telefon.

Die Voraussetzungen für die effiziente Digitalisierung der Kommunikationsinfrastruktur sind dort daher andere. Zwar heißt der Standard in der Telefonie Voice over IP (VoIP). Statt über den Desktop-Client und das Headset erfolgt die Verbindung aber in der Regel über eine Telefonanlage, wobei das Hosting derer in der Cloud mittlerweile immer mehr zum Standard wird. Beim Unternehmen vor Ort erfolgt die Verbindung dazu in der Regel je nach Größe über Single- oder Multizellen, die entweder selbst als Basisstation für die verbundenen Mobilteile und Telefone dienen oder bei größeren Unternehmen mehrere verteilte Basisstationen verwalten.

Für kleinere Unternehmen bieten sich dabei Singlezellen an, die in der Regel bis zu 20 DECT-Mobilteile und acht parallele Anrufe unterstützen. Diese Größe ist ideal geeignet für eigenständige Dienstleister, Kindergärten oder auch Filialen von Einzelhandelsketten, in denen sichere und mobile Kommunikation reibungslos funktionieren muss. Bei größeren Organisationen kommen dagegen Multizellen zum Einsatz, die auf Wunsch auch im Verbund hunderte Basisstationen verwalten können.

Zentrale DECT-Funktionen administrieren

Besonders Unternehmen mit mehreren verteilten Zweigstellen oder Filialen stellen Administratoren dabei vor Herausforderungen, wenn es darum geht, die DECT-Telefonie vor Ort effizient zu verwalten. Oft fehlt eine einheitliche Bedienoberfläche, die es den IT-Verantwortlichen ermöglicht, die Nutzer mit ihren jeweiligen Funktionen zentral administrieren zu können. Zu diesen zählt beispielsweise das Anlegen neuer VoIP-Accounts, das An- und Abmelden von Mobilteilen oder das regelmäßige Aufspielen von Software-Updates und damit die Aktualisierung der entsprechenden Firmware, um Sicherheitslücken vermeiden zu können.

Entlastung der Unternehmens-IT

Genau an dieser Stelle profitieren Administratoren von Anbietern, die diese Schwachstelle berücksichtigen und beheben. Egal ob Supermärkte mit verteilten Filialen, Gastronomieketten mit zahlreichen Restaurants oder Kindergärten mit mehreren Standorten: Das entsprechende IT-Personal besteht in der Regel nur aus wenigen Personen und kann daher oft nicht kontinuierlich vor Ort sein, um sich um die oben genannten Aufgaben zu kümmern. Diese sind aber  für das Aufrechthalten einer effizienten Kommunikationsinfrastruktur essenziell. Konzepte zum DECT-Filial-Management beheben diese Schwachstelle und verschaffen den häufig ohnehin überlasteten IT-Abteilungen zusätzliche Kapazitäten, indem der Administrationsaufwand durch die zentrale Verwaltung vereinfacht ist.  

Flexibilität und Skalierbarkeit

Besonders wichtig sind dabei die Faktoren Flexibilität und Skalierbarkeit. Eine „One Size Fits All Lösung“ funktioniert im Bereich der DECT-Telefonie selten. Stattdessen muss die gewählte Option den Gegebenheiten vor Ort angepasst und auf die Bedürfnisse der Nutzer hin optimiert sein. Für das DECT-Filialkonzept bedeutet das, dass unter der zentralen Bedienungsoberfläche eine flexible Integration von Infrastrukturkomponenten wie Single- und Multizellen erfolgen kann, falls einzelne Standorte unterschiedlich groß sind oder andere Voraussetzungen wie Roaming und Handover nur teilweise erfüllt sein müssen. Darüber hinaus sollte die Lösung genügend Raum bieten, um mit dynamisch expandierenden Unternehmen mitzuwachsen. Egal ob neue Standorte, mehr Mitarbeiter in einer bestehenden Filiale oder einfach ein zusätzliches Stockwerk: Jedes dieser Ereignisse erfordert eine flexible Anpassung der Kommunikationsinfrastruktur, die sich im Idealfall zentral und einfach verwalten lässt. 

Auf diesen Faktoren basieren die DECT-Systeme von Gigaset. Kleinere Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern an einem Standort kommen mit dem „N670 IP Pro“-DECT-Singlezellensystem gut zurecht. Falls weitere Zweigstellen hinzukommen, kann man die dort verbauten DECT-Systeme über einen Virtual Integrator auch weiterhin zentral von einer Stelle aus administrieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob in den weiteren Filialen ebenfalls Singlezellen oder das „N870 IP Pro“-Multizellensystem von Gigaset verbaut ist. Insgesamt kann die Verwaltung von bis zu 320 Standorten mit bis zu 20.000 Mobilteilen einfach und effizient über eine Plattform erfolgen.

Zukunftssichere Investition

Unternehmen mit mehreren Standorten, die mit DECT-Telefonie auf sichere und effiziente Kommunikation setzen, profitieren von einem effizienten Filial-Management. Wertvolle IT-Ressourcen sind durch die zentrale Verwaltung entlastet und können sich der Digitalisierung weiterer Unternehmensbereiche widmen. Flexibilität und Skalierbarkeit der Lösung sorgen außerdem dafür, dass die Investition zukunftssicher ist und auch bleibt – bei sich verändernden Rahmenbedingungen passt sich die Infrastruktur unkompliziert und passgenau an.

Ralf Lueb ist

Vice President Sales bei Gigaset, www.gigaset.com.

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