Deutsche Unternehmen blicken positiv auf 2020

Führungskräfte trotz Pandemie optimistisch

03. September 2020, 08:30 Uhr   |  

Führungskräfte trotz Pandemie optimistisch

Das Jahr 2020 wird in seiner wirtschaftlichen Entwicklung bestimmt von der COVID-19-Pandemie. Was bedeutet dies für Unternehmen? Wie blicken sie auf dieses Jahr, und welche Faktoren spielen für ihr Vertrauen oder auch Misstrauen eine Rolle? Eine aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half zeigt, wie Unternehmen auf diese Phase der beispiellosen wirtschaftlichen Veränderungen reagieren.

Knapp jeder Dritte (32 Prozent) der befragten Führungskräfte in Deutschland vertraut trotz Corona auf die positive wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens bis Ende 2020. Für 42 Prozent der Befragten zeigen sich bisher keine Auswirkungen aufgrund der Pandemie. Als Gründe für diese Einschätzung nennen 31 Prozent die Gesetzes- und Regulierungsänderungen. Auch das zu erwartende Wirtschaftklima nach COVID-19 stimmt 31 Prozent der Befragten positiv. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) erwartet gar eine Ausweitung der Geschäftsmöglichkeiten. Auch in den anderen vier befragten Ländern nennen die befragten Führungskräfte diese Aspekte als Ursache für einen vorsichtig optimistischen Blick auf die kommenden Monate.

Die positive Grundstimmung in Deutschland spiegelt sich auch in den in naher Zukunft geplanten Investitionen wider: 22 Prozent der befragten Manager mit Personalverantwortung (GMs) geben an, dass für sie die Automatisierung von Prozessen und Projekte, die die digitale Transformation vorantreiben, die höchste strategische Priorität bis Ende des Jahres haben. Für 21 Prozent der befragten CFOs steht die Kostensenkung an oberster Stelle, wohingegen für 20 Prozent der befragten CIOs die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit der Systeme und der Schutz von Unternehmensinformationen Priorität hat.

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der befragten Unternehmen geben an, auch während der COVID-19-Pandemie aus dem Home-Office neue Mitarbeiter eingestellt oder eingearbeitet zu haben. Lediglich zehn Prozent geben an, dass es aktuell einen Einstellungsstopp auf unbestimmte Zeit gibt.

Spannend ist laut Robert Half, dass 83 Prozent der befragten Führungskräfte  angeben, Arbeitnehmer außerhalb der eigenen Region einstellen zu wollen und verstärkt remote arbeiten zu lassen. Dies zeige, dass sich virtuelle Bewerbungs- und Onboarding-Maßnahmen durch Corona vielerorts durchgesetzt haben.

„Das Vorantreiben der digitalen Transformation, die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit und das Senken der Kosten werden in den kommenden Monaten von entscheidender Bedeutung sein“, erklärt Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France beim Personaldienstleister. „Personalverantwortliche müssen sich jetzt entscheiden, welche Projekte sie bis Ende des Jahres priorisieren und prüfen, ob sie ihre Businessziele mit der aktuellen Belegschaft erreichen können. Denn durch die Pandemie haben sich die wesentlichen Kompetenzen, die für das Unternehmenswachstum erforderlich sind, möglicherweise verschoben. Jetzt ist der strategisch günstige Zeitpunkt, entweder Positionen neu zu gestalten, aktuelle Mitarbeiter weiterzubilden oder Stellen projektbasiert interimsweise zu besetzen.“

Die Studie fand im Juli 2020 im Auftrag von Robert Half statt. Befragt wurden 1.502 Manager mit Personalverantwortung (General Manager, CIOs, CFOs) in kleinen (50 bis 249 Mitarbeiter), mittelgroßen (250 bis 499 Mitarbeiter) und großen (mehr als 500 Mitarbeiter) Unternehmen in Belgien (300 Teilnehmer), Brasilien (300 Teilnehmer), Deutschland (300 Teilnehmer), Frankreich (301 Teilnehmer) und Großbritannien (301 Teilnehmer). Robert Half ist ein weltweit tätiger, spezialisierter Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen, in der IT sowie in Assistenz- und kaufmännischen Berufen. Weitere Informationen stehen unter www.roberthalf.de/ueber-uns zur Verfügung.

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