Best Practices und enge Kooperation mit Kunden

Nachhaltigkeit bei 5G-Netzen priorisieren

10. März 2021, 08:30 Uhr   |  Jörg Schröper


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

5G als Werkzeug für Nachhaltigkeit

Der Bericht mache zudem deutlich, dass Verbesserungen der Netzwerkeffizienz und Best Practices zwar wichtig sind, aber nur einen Teil des Energie-Puzzles darstellen, das mit 5G einhergeht. Diese Bemühungen müssen mit einem ganzheitlicheren, gesellschaftlichen Ansatz zur Eindämmung des Energieverbrauchs und der Emissionen einhergehen. Dabei sollten die Möglichkeiten von 5G auf eine Weise genutzt werden, die weit über die Kontrolle des Telekommunikationsanbieters hinausgeht.

"Die Betreiber bauen 5G-Netzwerke auf, um ihre Umsätze zu steigern. Dieses Wachstum wird durch verbesserte Konnektivität und neue Anwendungen entstehen, die ihren Kunden eine individuelle Transformation Journey ermöglichen", sagt Phil Laidler, Director bei STL Partners. "Um glaubwürdige, kompetente Partner zu sein, müssen Betreiber hier mit gutem Beispiel vorangehen. Die eigene Energiestrategie ist der ideale Punkt, um damit zu beginnen."  

Chancen für Fortschritt

Um das Kundenverhalten zu beeinflussen und so den Energieverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren, sind in dem Bericht drei Branchen genannt, die durch den Einsatz von 5G-Diensten das Potenzial für erhebliche Verbesserungen haben. Das produzierende Gewerbe könnte bis 2030 durch den Einsatz von 5G für fortschrittliche Predictive Maintenance und Automatisierung bis zu 730 Milliarden Dollar Wertzuwachs erzielen. Transport und Logistik könnten bis 2030 durch fortschrittliche Fahrerassistenz, vernetzte Verkehrsinfrastruktur und automatisierte Lieferungen nach Hause zusätzliche Gewinne in Höhe von bis zu 280 Milliarden Dollar erzielen. Nicht zuletzt geht der Bericht davon aus, dass 5G es dem Gesundheitswesen ermöglichen könnte, bis 2030 einer Milliarde Patienten einen verbesserten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu bieten. Gleichzeitig könnten die Emissionen durch eine höhere Auslastung der Assets, weniger Patienten- und Klinikreisen und eine höhere Produktivität der Klinikmitarbeiter reduziert werden.

Entsprechende Verhaltensweisen zu beeinflussen, sei entscheidend für die Bemühungen der Betreiber, die Auswirkungen von 5G auf die Umwelt zu mindern. Es gebe jedoch noch einiges zu tun, um die notwendigen Beziehungen aufzubauen. Nur 37 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Betreiber heute als glaubwürdige Partner bei der Senkung von CO2-Emissionen sehen. Allerdings sagten 56 Prozent, dass sie glauben, dass Telekommunikationsanbieter in Zukunft glaubwürdige Partner sein könnten.
 

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