Best Practices und enge Kooperation mit Kunden

Nachhaltigkeit bei 5G-Netzen priorisieren

10. März 2021, 08:30 Uhr   |  Jörg Schröper

Nachhaltigkeit bei 5G-Netzen priorisieren

5G könnte die revolutionärste Kommunikationstechnik einer ganzen Generation werden und zahlreiche neue Funktionen ermöglichen – unter anderem auch fortschrittliche Energie-Management-Funktionen, die für die Lösung der wachsenden Energie- und Nachhaltigkeitsherausforderungen entscheidend sind. Neue Untersuchungen zeigen die praktischen Herausforderungen des 5G-Energie-Managements für Telekommunikationsanbieter auf.

5G-Netzwerke können pro Dateneinheit bis zu 90 Prozent effizienter sein als ihre 4G-Vorgänger. Allerdings benötigen sie aufgrund der höheren Netzwerkdichte, der starken Abhängigkeit von IT-Systemen und -Infrastrukturen, der höheren Netzwerknutzung sowie des beschleunigten Verkehrswachstums deutlich mehr Energie. Eine Studie der Telekommunikationsberatungsfirma STL Partners und Vertiv, globalem Anbieter von Lösungen für kritische digitale Infrastrukturen und Kontinuität, fordert, dass Telekommunikationsbetreiber diese Herausforderungen auf zwei Arten angehen sollten: Durch die Einführung von Best Practices zur Energieeffizienz und indem sie ihre Kunden ermutigen, 5G-fähige Dienste zu nutzen, um den Verbrauch und die Emissionen in allen Bereiche zu reduzieren.

STL Partners schätzt, dass der globale 5G-Traffic bereits im Jahr 2025 3G/4G überholen wird, was Nachhaltigkeit zu einer dringenden Priorität für Betreiber macht. Tatsächlich gaben 40 Prozent der Befragten an, dass Energieeffizienz für Telekommunikationsbetreiber an erster oder zweiter Stelle stehen sollte, wenn sie 5G-Netzwerke aufbauen.

Die Studie mit dem Titel "Why Energy Management Is Critical To 5G Success" stützt sich unter anderem auf eine Umfrage unter 500 Unternehmen weltweit. Darin sind die Herausforderungen beschrieben, mit denen Telekommunikationsunternehmen im Zusammenhang mit dem erhöhten Energieverbrauch und den Kosten von 5G zu kämpfen haben. Der Bericht identifiziert mehrere Best Practices, die darauf abzielen, diese Kosten und den größeren Energieverbrauch zu reduzieren. Diese sind in fünf Kategorien unterteilt:

1. Netzwerktechnik: Einsatz von Hard- und Software, die auf Effizienz ausgelegt ist und dementsprechend genutzt wird,
2. Anlageninfrastruktur einschließlich neuer Edge-Rechenzentren zur Unterstützung Cloud-nativer IT,
3. Infrastruktur-Management: Implementierung der entsprechenden Hard- und Software, um Netzwerke zu überwachen, verwalten, verbessern und automatisieren,
4. Gestaltung und Evaluation: ganzheitliche Betrachtung der Kosten und Investitionen im Netzwerk über den vollständigen Lebenszyklus hinweg sowie
5. Kollaborationen: Einbeziehung innovativer und nicht-traditioneller Geschäftsmodelle, Standards und Kollaborationen.

"Telekommunikationsbetreiber, die sinnvolle Energie- und Kostensenkungen erzielen, tun dies, indem sie das gesamte Ökosystem rund um ihren Netzbetrieb bewerten - Menschen, Ziele, Infrastruktur und Partner", sagt Scott Armul, Vice President für globale Gleichstromversorgung und Außenanlagen bei Vertiv. "Aufgrund der IT-Abhängigkeit von 5G-Anwendungen wird ein hohes Maß an Zusammenarbeit zwischen Betreibern, OEMs und Infrastrukturanbietern sowie Kunden erforderlich sein.“ Nur ließen sich optimale Implementierungen und größtmögliche Effizienz sichergestellen.

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2. 5G als Werkzeug für Nachhaltigkeit

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