Tworkshop

Twitter lernen mit Hollywood-Stars, Teil 1

29. Juni 2011, 17:35 Uhr   |  LANline/Dr. Wilhelm Greiner

Twitter lernen mit Hollywood-Stars, Teil 1

Twitter ist nach Facebook das wohl beliebteste Social Network - wenngleich klar abgeschlagen auf Platz zwei. Dabei ist Twitter der nützlichere Dienst: eine Nachrichten-Verbreitungsmaschine, ein RSS-Feed zum Mitmachen, Informations-, Chat- und Diskussionsmedium zugleich. Dazu kommt, wie ein (zumindest auf Twitter) geflügeltes Wort lautet: "Auf Facebook trifft man die Leute, mit denen man zur Schule gegangen ist, auf Twitter trifft man jene, mit denen man gerne zur Schule gegangen wäre.?

Dass Twitter längst nicht so verbreitet ist wie Facebook, liegt unter anderem daran, dass seine Bedienung nicht wirklich intuitiv ist: Das „Social Information Network” hat seine eigene Grammatik, eigene Umgangsformen sowie – bedingt durch Anfänge als SMS-Dienst – eine maximale Nachrichtenlänge von 140 Zeichen, was viele Einsteiger zunächst unpraktisch finden. (In Wirklichkeit nötigt dies zu prägnanter Formulierung, was für den Leser sehr angenehm ist.)

Um zu veranschaulichen, wie Twitter funktioniert, tun wir nun so, als ob es Twitter in der Geschichte Hollywoods schon immer gegeben hätte. Denn Filme kennt praktisch jeder, da findet man sich leichter zurecht.

… uuuuuund Action!

1. Friend oder Follow: „I’ll be back. I also follow back.” – @TheTerminator

Facebook-Verbindungen beruhen auf dem Friends-Prinzip: Benutzer A stellt eine Freundschaftsanfrage, und hat Benutzer B diese beantwortet, erhalten beide Benutzer die Status-Updates des jeweils anderen. Twitter hingegen beruht auf dem Follow-Prinzip: Benutzer @Jake  – Benutzernamen erkennt man auf Twitter immer am vorangestellten @-Zeichen – abonniert die Tweets (Twitter-Nachrichten) von Benutzer @Elwood („folgt” @Elwood): Er erhält nun in seinem Twitter-Interface („Timeline”) dessen Tweets (wie zum Beispiel: „Wir bringen die Band wieder zusammen!”) – und zwar in Echtzeit.

Ein Tipp: Man sollte Tweets besser nicht auf twitter.com lesen, sondern einen Twitter-Client wie TweetDeck oder Seesmic benutzen. Hier kann man bequem eigene Ansichten bilden und zum Beispiel Leute, denen man folgt, in Listen darstellen, etwa unterteilt in Schauspieler, Kritiker, Filmzeitschriften, Blues-Brothers-Band-Mitglieder, Horrorfilm-Monster etc.

Ein „Follow” wieder zu kündigen nennt sich “Unfollow” (im etwas holprigen deutschen Sprachgebrauch: „entfolgen”). Unfollows sind auf Twitter ebenso normal wie Follows – man sollte also keine Hemmungen haben, anderen Benutzern nicht mehr zu folgen. Umgekehrt sollte man Unfollows ehemaliger Follower auch nicht persönlich nehmen. In diesem Sinne ist es eine leere Drohung, wenn Thelma im Road Movie „Thelma and Louise” beim Überfall auf einen Drugstore sagt: „Nobody moves, nobody gets hurt. Or unfollowed.”

Für viele Benutzer gehört es auf Twitter zum guten Ton, einem Follower „zurückzufolgen” („follow back”). Eine nützliche Faustregel ist es allerdings, schlicht nur denjenigen Leuten zu folgen, deren Tweets einen tatsächlich interessiern – unabhängig davon, ob die Urheber einem zurückfolgen oder nicht.

Das auf Twitter oft geäußerte Angebot, im Fall eines Follows zurückzufolgen, hat häufig werblichen Hintergrund und sollte deshalb gemieden werden, wie etwa auch im Fall des oben zitierten Tweets – obwohl @TheTerminator das mit dem Folgen sicher nur nett meint…

Teil 2 des Workshops: www.lanline.de/fachartikel/twitter-lernen-mit-hollywood-stars-teil-2.html

Teil 3 des Workshops: www.lanline.de/fachartikel/twitter-lernen-mit-hollywood-stars-teil-3.html

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Twitter