Initiative unterstützt weltweit Forschung und Entwicklung des zukünftigen Mobilfunkstandards

Viavi startet Förderprogramm 6G Forward

4. Oktober 2022, 8:30 Uhr | Jörg Schröper
Viavi startet Förderprogramm 6G Forward
© Viavi

Mit seinem neuen Förderprogramm 6G Forward unterstützt Viavi künftig weltweit die akademische und industrielle Forschung am neuen Mobilfunkstandard 6G. Das Programm fördere vielversprechende Forschungsansätze mit Fachwissen, Technik und finanziellen Mitteln. Erste Kooperationen mit Bildungsinstitutionen und Forschungsinitiativen haben bereits begonnen, so der Hersteller.

6G ist ein zukünftiger Mobilfunkstandard, der Datenübertragungsraten von bis zu 1.000 GBit/s erreichen und zudem über niedrigere Latenzwerte verfügen soll. Mögliche Anwendungsgebiete des 5G-Nachfolgers sind beispielsweise autonomes Fahren, Robotersteuerung und Kommunikation. Das Förderprogramm ist darauf ausgelegt, vielversprechende Forschungsansätze, die zum Durchbruch der neuen Mobilfunkgeneration führen können, mit Fachwissen, Technik und finanziellen Mitteln zu flankieren. Viavi arbeitet dazu nach eigenen Angaben bereits mit drei Universitäten zusammen – der Northeastern University und der University of Texas at Austin in den USA sowie der University of Surrey in Großbritannien.

An der Northeastern University unterstützt der Netzwerkspezialist das Institute for Wireless Internet of Things sowie das kooperative Forschungszentrum Open6G. Die mit 6G befasste Forschungsgruppe untersucht die großflächige Modellierung von Funkfrequenz-Ausbreitungskanälen auf der Grundlage von KI- und ML-Technik (Maschinelles Lernen), um einen digitalen Zwilling eines 6G-Netzes im städtischen Maßstab zu erstellen.

Teil des Projekts ist außerdem die Entwicklung einer RIC-fähigen (RAN Intelligent Controller) Testumgebung zur Optimierung von Massive-MIMO-Beamforming unter Verwendung des institutseigenen Colosseu-Funkfrequenzemulators und des Viavi-E500-UE-Emulators.

Viavi Solutions unterstützt zudem die Initiative 6G@UT an der University of Texas in Austin. Im Fokus der gemeinsamen Forschung steht die Anwendung von maschinellem End-to-End-Lernen. Genutzt werde insbesondere Deep Reinforcement Learning (DRL) unter bewusst ungünstigen Bedingungen, um robustere Prognosen für den Mobilfunk-Traffic zu erhalten.

Auch das neue 5G/6G Innovation Centre an der englischen University of Surrey wurde von Viavi mitgegründet. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf den konnektivitätsspezifischen Herausforderungen bei der Entwicklung von 5G-, 5G+- und 6G-Infrastrukturen – unter dem besonderen Aspekt der zukünftigen integrierten Kommunikation und Sensorik. Zu den wichtigsten Forschungsbereichen gehören dabei unter anderem Hardwarekomponenten wie Antennen, Signalverarbeitung, Sicherheit von Mobilfunknetzen sowie Satellitenkommunikation, aber auch KI-Lösungen für die Bereiche drahtlose Kommunikation, Hochleistungsnetzwerke und RAN-Technik.

Darüber hinaus ist der Netzwerkspezialist laut eignen Aussagen an weiteren 6G-Initiativen auf der ganzen Welt beteiligt. Diese befassen sich beispielsweise mit neuen Möglichkeiten in der Nutzung oder Kombination verschiedener Frequenzen (Sub-6-GHz, mmWave und THz), aber auch mit der optischen drahtlosen Kommunikation, dem gesamten Lebenszyklus der 6G-Technik (von Forschung bis Marktreife) sowie der Forschung und Entwicklung in Bereichen wie der Integration des Cyberspace in die reale Welt – der sogenannten Society 5.0.
 


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