Enterprise Social Networking

Zusammenarbeit jenseits des PCs

21. Mai 2021, 12:00 Uhr   |  Benedikt Ilg/wg

Zusammenarbeit jenseits des PCs
© Wolfgang Traub

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Vielen ist jedoch nicht bewusst, wie vielschichtig dieser Wandel ist. Zahlreiche Unternehmen plädieren für neue Arbeitsmodelle und flexibleres Arbeiten, aber setzen dies selbst noch nicht um. Sie verteilen Dokumente immer noch händisch, Schichtpläne hängen am schwarzen Brett aus und Digitalisierung existiert nur auf Strategiepapieren. Die Zukunft der Arbeitswelt („New Work“) erfordert ein Umdenken: einen Wandel der gesamten Unternehmensstruktur.

Großkonzerne mit Home-Office-Regelungen und Gleitzeitmodellen mögen der Meinung sein, New Work habe schon Einzug in das Unternehmen gehalten. Doch mit zeitlicher und örtlicher Flexibilisierung ist es nicht getan. Sie bilden lediglich die Grundsteine für selbstbestimmtes Arbeiten. Unternehmen stehen vor tiefgehenden Veränderungen und Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen besteht darin, das Unternehmen zu einer Gemeinschaft zu formen: New Work verlangt die Teilhabe jedes Einzelnen an der Gemeinschaft. Gerade Unternehmen mit einer vielfältigen Belegschaft müssen sich mit dieser Entwicklung befassen. Daher stellt sich die Frage, wie New Work auch für Beschäftigte funktionieren kann, die nicht am PC arbeiten. Grundlage dafür sind eine funktionierende interne Kommunikation und Vernetzung sowie vor allem die effiziente Zusammenarbeit der gesamten Belegschaft.

Kommunikation in Unternehmen entwickelt sich weg von der klassischen Top-Down-Kommunikation hin zu einem ausgewogenen Austausch aller Beschäftigten. In Anbetracht zunehmender Komplexität haben Firmen erkannt, dass die stärkere Einbindung der  Beschäftigten in die Belange des Unternehmens ein Wettbewerbsvorteil sein kann. So soll eine offene Mitarbeiterkommunikation dabei helfen, Betriebsprozesse zu beschleunigen, Projekte schneller umzusetzen und damit die Produktivität zu erhöhen. Das Einbeziehen der Beschäftigten alleine genügt nicht mehr, denn Kommunikation muss mobil und flexibel sein. Sie muss sich ständig neuen Gegebenheiten anpassen. Die Kommunikation der Beschäftigten über geografische Grenzen und Zeitzonen hinweg wird zur Notwendigkeit. Eine weiterreichende Digitalisierung der Kommunikation ist daher unumgänglich. Und dennoch scheint gerade eine digitalisierte Kommunikation vielen Unternehmen Schwierigkeiten zu bereiten und verhindert damit die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Dabei gibt es mittlerweile ein großes Angebot an Applikationen, die digitale Kollaboration für alle im Unternehmen ermöglichen.

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© Bild: Flip

Auf Mobilität ausgerichtete Lösungen für das Enterprise Social Networking erleichtern die unternehmensweite Zusammenarbeit.

Das Social Intranet und die Mitarbeiter-App sind die wohl bekanntesten Applikationen für die mobile Kommunikation und Kollaboration. Das klassische Intranet hat man dabei um eine Social-Networking-Komponente ergänzt. Das Kernelement einer Mitarbeiter-App ist der Newsfeed. Ähnlich wie in den bekannten sozialen Netzwerken zirkulieren hier unternehmensinterne Neuigkeiten, Veröffentlichungen, Umfragen und wichtige Termine. Durch eine integrierte Chat-Funktion können sich einzelne Beschäftigte, aber auch größere Teams austauschen. Dabei findet der Austausch unmittelbar statt und nicht asynchron wie im Fall der E-Mail. Zudem können die Beteiligten Dateien in sämtlichen Formaten schnell verschicken, was die Effizienz der Zusammenarbeit enorm verbessert.

Zudem sind Lösungen denkbar, die das Projekt-Management vereinfachen und ein übersichtliches Aufgaben-Management ermöglichen. Aufgaben für unterschiedliche Projekte lassen sich einfach priorisieren und einzelnen Beschäftigten oder Teams zuordnen. Insbesondere für das Management komplexer Projekte und deren Workflow sind Projekt-Management-Tools eine nützliche Lösung. Viele Mitarbeiter-Apps verfügen bereits über eigene Module für das Projekt-Management und haben in puncto Kollaboration stark aufgeholt. Ein solches Tool vereinfacht zudem die Kooperation zwischen der Desktop- und der Non-Desktop-Belegschaft. Auf diese Weise lassen sich abteilungsübergreifende Projekte effizienter koordinieren. Fraglich bleibt, inwieweit sich digitale Lösungen für Non-Desktop-Beschäftigte lohnen.

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1. Zusammenarbeit jenseits des PCs
2. Den Arbeitsalltag erleichtern

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