Kontron, ECT-Anbieter (IoT/Embedded-Computer-Technik), hat sein Portfolio mit dem Kiss 4U V3 SKW um einen Rackmount-Server mit vier Höheneinheiten ergänzt. Neben einer hohen Leistungsfähigkeit soll die Produktneuheit auch über erweiterte Speicherkapazitäten für Bildverarbeitung, rechenintensive KI- und ML-Anwendungen (Künstliche Intelligenz; Machine Learning) sowie SCADA/MES-Applikationen verfügen.

Aufgrund seiner Robustheit, Zuverlässigkeit sowie Langlebigkeit ist der Kiss 4U V3 SKW für den Einsatz in anspruchsvollen, rauen Industrieumgebungen geeignet, so Kontron weiter. Im Inneren des Servers arbeitet ein Intel-Xeon-W-2100-Prozessor mit vier bis acht Cores auf einem LGA2066-Sockel mit C422-Chipset. Damit eignet sich der Rackmount-Server laut Hersteller für KI- oder Machine-Learning-Anwendungen und kann komplexe, rechenintensive Prozesse und Analysen von großen Datenmengen mühelos verarbeiten.

Außerdem unterstütze das System ECC (Error Checking and Correction) und biete mit einem integrierten Arbeitsspeicher von maximal acht DIMM DDR4-2666-Modulen bis zu 512 GByte Kapazität. An Anschlussmöglichkeiten stehen zwei USB-2.0-, ein USB-3.1C- sowie sieben USB-3.1-Ports zur Verfügung. Für einen hohen Datendurchsatz sollen zwei LAN-Ports sorgen. Darüber hinaus bietet der Kiss 4U V3 SKW Platz für mehrere interne 2,5/3,5-Zoll-SATA-Laufwerke und verfügt über drei 5,25-Zoll-Laufwerksschächte sowie einen M.2-2280-PCIe-Steckplatz. Zudem lässt sich das System intern dank der sieben PCIe-Steckkartenplätze erweitern. Der modulare Aufbau und die vielfältigen I/O-Optionen sowie Erweiterungsmöglichkeiten ermöglichen außerdem die Anpassung an individuelle Anforderungen, so der Hersteller weiter.

Der Server ist darüber hinaus für den dauerhaften, hochverfügbaren Einsatz rund um die Uhr ausgerichtet. Laut Hersteller arbeitet er außerdem nahezu lautlos (≤35 dBA), sodass ein Betrieb in geräuschsensiblen, personennahen Bereichen wie Leitständen, im medizinischen Umfeld oder auch in Ton- oder Filmstudios möglich ist. Außerdem soll der Server bei Temperaturen von bis zu 50 °C einsatzfähig sein. Aufgrund seiner Schock- und Vibrationssresistenz gemäß EN 60068-2-27 beziehungsweise EN 60068-2-6 lässt sich das Server-System außerdem im semi-mobilen Bereichen verwenden, etwa auf Großbaustellen, so Kontron weiter.

Aufgrund der Zertifizierung für Microsoft Azure ist das Server-System zudem für Cloud-Anwendungen geeignet. Sicherheitslösungen wie TPM 2.0 und das herstellereigene APProtect powered by Wibu-Systems sind laut Kontron optional erhältlich.

Weitere Informationen finden sich unter www.kontron.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.