Mit den VPN-Gateways ISG-4000 und ISG-1000 hat Lancom sein Produktportfolio um zwei neue Lösungen erweitert. Die „Integrated Services Gateways“ sollen eine sichere, skalierbare Grundlage für mittlere und große Multi-Service-IP-Netzwerke bereitstellen.

Die Gateways verwenden laut Hersteller modernste Verschlüsselungstechniken und bieten verlässliche Redundanzfunktionen für bestmögliche Ausfallsicherheit. Bis zu 1.000 Außenstellen, Partnerfirmen oder mobile Nutzer sollen sich mit den beiden Produktneuheiten sicher und wirtschaftlich in ein Firmennetzwerk über IPSec-VPN und eine Standard-Internetverbindung integrieren lassen. Zur Erweiterung stehen weitere Funktionen zur Verfügung, etwa Hotspot-Unterstützung, Content Filtering und Clustering.

Werkseitig unterstützt das ISG-1000 100 VPN-Tunnel und das ISG-4000 200 VPN-Gegenstellen. Nach Lancom-Angaben beseteht die Möglichkeit, durch Zusatzoptionen bis zu 200 (ISG-1000) beziehungsweise 1.000 VPN-Tunnel (ISG-4000) zu terminieren. In größeren Installationen lassen sich die VPN-Gateways zu einem Cluster gruppieren.

Außerdem sind beide Gateways mit einer integrierten Firewall mit Stateful Inspection, Intrusion Prevention und Denial of Service Protection ausgestattet. Darüber hinaus verfügen die Produktneuheiten über ein dynamisches Bandbreiten-Management, Backup- und Hochverfügbarkeitsfunktionen sowie das Virtual-Router-Redundanz-Protokoll VRRP und Load Balancing von bis zu vier WAN-Verbindungen. Durch die herstellereigene Virtualisierungslösung Advanced Routing and Forwarding (ARF) erlaube das ISG-4000 außerdem den Aufbau von 256 VLAN/IP-Kontexten für eine flexible und effiziente Nutzung der LAN-WAN-Verbindungen. Das ISG-1000 unterstütze 128 ARF-Kontexte.

VPN-seitig arbeiten die Gateways mit dem IPSec-Standard, aktuellen Verschlüsselungstechniken und integrierter Hardwarebeschleunigung. Digitale Zertifikate sollen zudem für optimale Sicherheit bei der Anbindung von Filialen sorgen.

Beim Management haben Administratoren die Wahl, die Gateways entweder über die klassischen Tools des Herstellers (LANconfig und LANmonitor) zu verwalten oder sie in die Lancom Management Cloud (LMC) zu integrieren. Anwender, die auf LMC setzen, profitieren laut Hersteller von einem Management-System, das die gesamte Netzwerkarchitektur (LAN, WAN, WLAN) mittels Software-Defined-Technik intelligent organisiert, optimiert und steuert. In einem SD-WAN sei es damit beispielsweise möglich, einen VPN-Tunnel zwischen Standorten automatisch einzurichten, inklusive Netzwerkvirtualisierung über Weitverkehrsstrecken.

Jedes Gateway bietet vier GE/SFP-Combo-Ports und eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle. Das ISG-4000 verfügt über zwei zusätzliche 10GbE-SFP+-Anschlüsse. Das Leuchtband und LCD-Display sollen auch in komplexen Racks auf einem Blick Auskunft über den Gerätestatus geben.

Weitere Informationen finden sich unter www.lancom-systems.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.