Mit der GS-3152X-Reihe hat der deutsche Netzwerkausrüster Lancom sein Portfolio um Switches mit grundlegenden Layer-3-Funktionen ergänzt, etwa Static Routing und DHCP-Server. Die Gigabit-Switches lassen sich sowohl traditionell, also manuell, als auch über die Management-Cloud des Herstellers (LMC, Lancom Management Cloud) automatisiert konfigurieren und verwalten.

Mit den Geräten GS-3152X, GS-3152XP und GS3152XSP besteht die neue Produktfamilie (siehe Bild oben) aus drei Modellen von acht bis 52 Ports. Dabei ist der GS-3152X mit 48 Gigabit-Ethernet- und vier SFP+-Ports mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von jeweils bis zu 10 GBit/s ausgestattet. Darüber hinaus stellt er mit einem Datendurchsatz von 176 GBit/s auf der Backplane laut Hersteller auch bei hoher Auslastung eine volle Performance sicher.

Der GS-3152XP verfügt zudem über eine PoE-Funktion, um IP-Telefone, Access Points oder Überwachungskameras über das Netzwerk mit Strom zu versorgen. Der Switch unterstützt die beiden PoE-Standards IEEE 802.3af und IEEE 802.3at (PoE+) mit einer Gesamtleistung von 720 Watt, so Lancom. Dadurch soll sich der Switch für die Stromversorgung für eine steigende Anzahl an PoE-Endgeräten mit gehobenem Energiebedarf eignen.

Das Modell GS-3152XSP ist nach Herstellerangaben mittels zweier redundanter Hot-swappable-Netzteilen mit jeweils 920 Watt in der Lage, auf allen 48 Schnittstellen maximale PoE-Leistung sicherzustellen. Durch die Integration des zweiten, optionalen Netzteils soll sich Ausfallsicherheit realisieren lassen. Kumuliert beläuft sich das PoE-Power-Budget laut Lancom auf 1.640 Watt, sodass sich eine maximale Versorgung auf allen PoE-Parts gewährleisten lässt. Des Weiteren soll das innovative Front-to-Back-Belüftungsdesign zu einer optimalen Kühlung in 19-Zoll-Racks beitragen.

Darüber hinaus lassen sich alle Ports nach IEEE 802.3ad mit LACP bündeln, um Geschwindigkeiten von bis zu 40 GBit/s im Uplink zu erreichen, so der Hersteller weiter. Auch unterstütze die neue Switch-Familie Layer-3-Funktionen wie statisches Routing und somit die Verlagerung bestimmter Routing-Aufgaben vom Router auf den Switch. Die Vordefinition von Netzwerkrouten durch ein oder mehrere Netzwerksegmente soll den Datenaustausch beschleunigen, insbesondere wenn das interne Datenaufkommen hoch ist. Dies führe zu einer Entlastung des Routers, sodass die freiwerdenden Kapazitäten des Routers laut Lancom für die Bewältigung des externen Datenverkehrs zusätzlich zur Verfügung stehen. Dies trage zusätzlich zu höherer Effizienz des Netzwerks bei.

Als DHCP-Server sind die Switches nach Bekunden des Herstellers außerdem in der Lage, eigenständig IP-Adressen an ihre Clients zu vergeben und auf diese Weise die IP-Verwaltung des angeschlossenen Netzwerks vollständig zu übernehmen. An Sicherheits- und Management-Funktionen bringe die Serie unter anderem IEEE 802.1X (Port-, Single-, Multi- und MAC-based), Quality of Service (QoS) sowie VLAN-Tagging nach IEEE 802.1q mit. Laut Lancom lässt sich der ein- und ausgehende Datenverkehr über QoS priorisieren. Die Dual-Stack-Implementierung ermögliche es, die Switches wahlweise in reinen IPv4-, reinen IPv6- oder in gemischten Netzwerken einzusetzen. Für das Remote-Management des Netzwerks unterstützen die Modelle der GS-3152X-Familie sichere Kommunikationsprotokolle wie SSH, SSL und SNMPv3. Auch das Protokoll TACACS+ für Authentifizierung, Autorisierung und Accounting wird von den Produktneuheiten unterstützt, so Lancom.

Weitere Informationen finden sich unter www.lancom-systems.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.