Lancom erweitert seine Lancom Management Cloud (LMC) mit einem Update um zahlreiche neue Funktionen. So macht der deutsche Netzwerkausrüster mit der neuen Version der Cloud-Lösung das auf der It-sa vorgestellte Security and Compliance Dashboard allgemein verfügbar. Auf diese Weise erhält der Administrator alle Sicherheits- und Compliance-relevanten Geräteinformationen in WAN, LAN und WLAN an zentraler Stelle. Zu den neu hinzugekommen Funktionen gehöre außerdem Alerting und Notifications, ein Auto-Updater sowie die Möglichkeit des Bulk-Imports von Geräten und Standorten.

LMC ermöglicht es dem Anwender, über das dazugehörige Dashboard die Konfigurationen aller per SDN (Software-Defined Networking) gemanagten Router, Switches und WLAN Access Points zu prüfen und bei Bedarf anzupassen. Lizenzen und Firmware lassen sich ebenso kontrollieren wie der Garantiestatus der angebundenen Geräte, so der Hersteller. Auf diese Weise will Lancom nach eigenen Angaben verhindern, dass fehlende Updates oder veraltete Hardware die Sicherheit des Netzwerks gefährden. Zudem dokumentiere das Dashboard alle Zugriffsversuche von außen und zeige ausgehende Verbindungen der Gateways. So sollen Administratoren nicht autorisierte Zugriffsversuche und Verbindungen schneller erkennen können.

Zudem könne man nun automatische Updates des herstellereigenen Betriebssystems (LCOS) der über die Cloud verwalteten Geräte zentral für alle oder individuell pro Gerät aktivieren. Der Updater unterstützt laut Hersteller unterschiedliche Update-Vorgaben. Wahlweise sei es so möglich, Security-Updates, Wartungsupdates oder jeweils die aktuelles LCOS-Version automatisch einzuspielen. Der Administrator könne zudem das Prüf- und Update-Intervall flexibel wählen.

Ebenso lasse sich die neue Alerting- und Notifications-Funktion detailliert konfigurieren. Dies betreffe sowohl den Empfängerkreis als auch die Benachrichtigungsmethode, etwa via E-Mail. Eine Benachrichtigung per SMS soll in Kürze folgen. Anwender können auf diese Weise eine Vielzahl unterschiedlicher Alarme und Mitteilungen individuell einstellen, einschließlich der automatisierten Information über die Wiederherstellung des Soll-Zustandes.

Algorithmen sollen außerdem mögliche Problemzusammenhänge feststellen und damit einem „Alarmierungsspam“ vorbeugen, so Lancom. Die Funktion verhindere beispielsweise, dass alle Access Points und Switches eines größeren Standorts einen Alarm auslösen, wenn der zugehörige Router kurz seine Internetverbindung verloren hat.

In großen Szenarien kann laut Lancom das Anlegen von Standorten, die Zuweisung von Netzen oder das Hinzufügen neuer Geräte sehr zeitaufwändig und fehleranfällig sein. Hier spare die Vorbereitung eines großen Szenarios in einem Tabellenkalkulations-Tool Zeit. Die Informationen lassen sich mit der neuen Version nun problemlos in die LMC importieren, so der Netzwerkausrüster.

Weitere Informationen finden sich unter www.lancom-systems.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.