Bei Lancom Systems steht der diesjährige Messeauftritt auf der It-sa (10.-12.10. in Nürnberg, Halle 10, Stand 310) ganz im Zeichen von SDN und SD-WAN (Software-Defined Networking, Software-Defined Wide Area Network) sowie Network Functions Virtualization (NFV). Neben Live-Einblicken in LMC (Lancom Management Cloud) und seinem Software-basierten Vrouter präsentiert der Netzwerkspezialist die neue 1900er-Router-Serie. Die Midrange-Router dienen der hochsicheren VPN-Standortvernetzung. Sie unterstützen laut Hersteller Super Vectoring wie auch LTE und sollen eine zuverlässige Migration auf All-IP erlauben.

Lancom Management Cloud (LMC) kombiniert laut Bekunden des Herstellers SDN- und Cloud-Technik für das hochautomatisierte Aufsetzen, Überwachen und Verwalten ganzer Netze inklusive aller Komponenten – Router, Gateways, Switches, WLAN Access Points. Damit mache LMC Vernetzungsszenarien aller Größenordnungen und Komplexitätsgrade einfach beherrschbar, zugleich minimiere die Lösung Zeitaufwand und Kosten für Management und Monitoring in WAN, LAN und WLAN.

Verschiedene Deployment-Modelle sorgen laut Lancom für Wahlfreiheit. Für KMU besonders interessant sei die flexible Nutzung der Public-Cloud-Version, die man in einem deutschen RZ gemäß den hiesigen Datenschutz- und Sicherheitsstandards hoste. Carrier, Systemhäuser und Enterprise-Kunden mit eigenem Rechenzentrum könnten die Lösung auch als eigene Private-Cloud-Instanz betreiben.

Erstmals live zu sehen ist laut Lancom der hauseigene Vrouter. Dank des rein softwarebasierten VPN-Routers könne man mit wenigen Klicks neue WAN-Verbindungen aufbauen, ohne dedizierte Router-Hardware einkaufen und ausbringen zu müssen. Einsetzbar sei der Vrouter als dezentraler Router, zentrales Gateway oder zum Terminieren der VPN-Tunnel in Public- und Private-Cloud-Anwendungen. Die aktuelle Version unterstütze VMware ESXi, Support für Hyper-V (Microsoft) und Xen (AWS) habe man in Vorbereitung.

Als Messeneuheit präsentiert Lancom zudem eine neue Midrange-Router-Serie im Metallgehäuse zum Aufbau hochsicherer standortübergreifender Netze. Die VPN-Router der 1900er-Familie bieten laut Herstellerangaben je nach Modell zwei integrierte VDSL2-Vectoring-Modems, einen Glasfaser-Port, Dual-SIM-LTE-Modem und bis zu zwei ISDN- und vier Analoganschlüsse zur All-IP-Migration.

Einrichten, überwachen und verwalten kann man den Vrouter und die 1900er-Router, wie alle aktuellen Lancom-Geräte, wahlweise traditionell über die kostenlosen Management-Tools Lanconfig und Lanmonitor oder aber per LMC-Integration.

Weitere Informationen finden sich unter www.lancom.de.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.