Im Sommer 2018 hat Rohde & Schwarz seine Anteile am Netzwerkausrüster Lancom Systems auf 100 Prozent aufgestockt. Seit November 2016 haben beide Unternehmen bereits zusammen gearbeitet. Lancom firmiert jetzt seit der Übernahme als eigenständige Tochter im Konzern. Zudem leitet Lancom-Gründer Ralf Koenzen zusätzlich den neugestalteten Bereich „Network & Security“, in dem auch Rohde & Schwarz Cybersecurity integriert wurde. Im Rahmen der it-sa wird Lancom nun unter dem Motto „Networks Meets Security“ vom 9. bis 11. Oktober in Nürnberg (Halle 10, Stand 402) die ersten Security-Lösungen aus dem erweiterten Portfolio zeigen. Dies soll sowohl klassische On-Premises-Firewall-Lösungen ebenso wie Enterprise-Grade -Security aus der Cloud umfassen.

Als erstes Element des neuen Sicherheitsportfolios sind in Nürnberg für die Fachbesucher die Next-Generation Unified Firewalls von Rohde & Schwarz Cybersecurity zu sehen. Mit ihr will der Netzwerkausrüster Unternehmen aus dem Mittelstand und Filialisten mit traditionellen Netzen adressieren, wie Koenzen im Gespräch mit LANline erklärte.

Die Unified Firewalls bieten laut Hersteller verschiedene Sicherheitsfunktionen, darunter beispielsweise Antivirus, Anti-Spam, Web-Filter, IDS/IPS, Sandboxing oder Black- und Whitelisting sowie UTM (Unified-Threat-Management). Die Verwaltung erfolgt über eine innovative, grafische Benutzeroberfläche, sodass sich die Überwachung der Firewalls und die Einhaltung von Compliance-Vorgaben einfach umsetzen lässt, so Lancom weiter.

Erstmals wird der Netzwerkausrüster in Nürnberg außerdem sein neues „Security & Compliance Dashboard“ für die hauseigene SDN-Lösung (Software-Defined Networking) vorstellen. Mit dem Dashboard in der Lancom Management Cloud (LMC) sollen Unternehmen alle Sicherheits- und Compliance-relevanten Geräteinformationen in WAN, LAN und WLAN zentral im Blick behalten können. Es soll dem Administrator einen kompletten Überblick über alle via SDN gemanagten Router, Switches und WLAN Access Points geben.

Dies schließe auch Lizenzen, Firmware und den Garantiestatus der Geräte mit ein. Auch Anpassungen lassen sich über das Dashboard nach Herstellerbekunden problemlos vornehmen. Da das Dashboard außerdem sämtliche Zugriffsversuche von außen dokumentiert, erhalten IT-Verantwortliche die Möglichkeit, unautorisierte Zugriffsversuche schnell zu erkennen. LMC-Anwender steht das Security- und Compliance-Dashboard ab November zur Verfügung, so der Hersteller.

Für das nächste Jahr plant Lancom die Erweiterung seiner LMC um eine zentrale Firewall aus der Cloud. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Cloud-Security-Anbieter ZScaler erweitere man die hauseigene Management-Plattform um ein Enterprise-Grade SD-Security aus der Cloud, so Lancom. Die zentralen Firewall- und UTM-Funktionen sollen sich dann per Mausklick über die LMC aktivieren lassen. Dazu müssen Anwender dann ihre Lizenz kostenpflichtig erweitern, um die neue Funktionalität dann nutzen zu können.

Weitere Informationen finden sich unter www.lancom-systems.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.