Lenovo hat eine Reihe von Upgrades für sein ThinkSystem- und ThinkAgile-Portfolio angekündigt. Damit reagiert der Hersteller nach eigenen Angaben auf die Vorstellung der zweiten Generation von Intels Scalable-Prozessoren mit Intel Optance DC Persistent Memory.

Im Zuge des Upgrades will der Hersteller 15 seiner ThinkSystem-Server und fünf ThinkAgile-Appliances mit den neuesten Intel-Prozessoren ausrüsten und so nach eigenen Angaben für eine deutliche Leistungssteigerung sorgen. Dazu zähle auch das ThinkSystem SR950 (siehe Bild oben). Dabei handele es sich laut Bekunden des Herstellers um den branchenweit ersten Acht-Socket-Server mit Intels neuer Optane DC Persistent Memory Technologie.

Die Speichertechnik führe zu einer schnelleren Wiederherstellung zwischen 50 Minuten bis zu vier Minuten nach geplanten oder ungeplanten Ausfällen und verarbeite deutlich mehr Daten in In-Memory-Datenbanken, sodass mit dem Persistent Memory ausgerüstete Lösungen sich beispielsweise für den Einsatz von SAP HANA eignen. Auch die Verwaltung von deutlich mehr virtuellen Maschinen auf einer einzigen Plattform sei mit den aktualisierten Plattformen realisierbar.

Neben den neuen Prozessor-Optionen für ThinkSystem- und ThinkAgile-Lösungen hat Lenovo außerdem eine Reihe von „Engineered Solutions“ vorgestellt, die der Hersteller speziell für wichtige Workloads entwickelt hat. Mit SAP HANA, Microsoft SQL Server und Red Hat OpenShift Container seien drei darunter, die von Intel als Intel Select Solutions verifiziert sind. Das bedeutet, dass die Vorteile des Intel-Xeon-Scalable-Prozessors der zweiten Generation genutzt werden, um etwa die Workload-Performance zu verbessern, die Bereitstellung zu vereinfachen und die Auswertung zu erleichtern, so Lenovo. Darüber hinaus plant der Hersteller in den kommenden Monaten weitere Intel Select Solutions auf Basis des neuen Intel-Prozessors einzuführen, darunter VMware vSAN, Network Function Virtualization Infrastructure (NFVI), Blockchain Hyperledger Fabric und Microsoft Azure Stack HCI.

Des Weiteren macht Lenovo seine End-to-End-Security-Plattform ThinkShield für seine Rechenzentrumslösungen verfügbar und weitet so die Sicherheit auf alle Aspekte seiner RZ-Hardware aus. Dies umfasse die Entwicklung über die Lieferkette bis hin zum gesamten Lebenszyklus seiner Komponenten. Auf diese Weise will der Hersteller beispielsweise verhindern, dass seine Lösungen möglicherweise vor der Inbetriebnahme kompromittiert sind.

Weitere Informationen finden sich unter www.lenovo.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.