Der weltweite Hersteller Lindy hat einen neuen HDMI-Matrix-Switch mit sechs HDMI-Signaleingängen und zwei HDMI-Signalausgängen für 4K-Auflösungen vorgestellt. Darüber hinaus bringe das Gerät Zusatzfunktionen wie Bild-in-Bild (PiP), Audio-Signalerzwingung, ARC und MHL mit. Der Hersteller positioniert das Gerät zwischen professioneller AV-Technik und ambitionierter Home-Automation-Technologie.

Über eine Fernbedienung oder den Tasten am Switch selbst kann der Nutzer einen beliebigen HDMI-Eingang auf einen beliebigen HDMI-Ausgang schalten. Auch das Duplizieren eines Signals unterstütze das Gerät, sodass beide Ausgänge das selbe Eingangssignal ausgeben können. Wählt der Anwender die PiP-Funktion, besteht die Möglichkeit, einen zusätzlichen Eingang als Vorschaubild im Ausgabe-Stream anzuzeigen. Der Switch unterstützt laut Lindy 4K-Auflösungen mit 4:4:4 Subsampling bei 30 Hz oder 4:2:0 bei 60 Hz. Für 3D-Signale liege das Maximum bei Full-HD und 60 Hz.

Bei einem der sechs Input-Ports können via MHL (Mobile High-Definition Link) Audio- oder Videosignale über den Mirko-USB-Port von mobilen Geräten, die dies unterstützen, ausgegeben werden. Der Switch konvertiert die AV-Daten im MHL-Format dann auf HDMI und verteilt diese.

Ein weiteres Feature des Geräts ist die Audio-Signalerzwingung. Dabei kann der Matrix-Switch den Teil der EDID (Extended Display Identification Data), der der Signalquelle die unterstützten Audioformate mitteilt, überschreiben und dadurch ein bestimmtes Audioformat erzwingen. Dieses Audiosignal greift der Switch ab und gibt es über Toslink oder 3,5-mm-Klinke aus (5.1 Und 7.1 Surround). Im Normalfall, also ohne dieses Feature, übermittelt der Monitor über EDID an die Signalquelle, welche Audioformate er akzeptiert. Die Signalquelle sendet anschließend ein Signal, in das ein unterstütztes Audiosignal eingebettet ist.

Um Schaltsekunden zu verhindern, die durch das Aushandeln von EDID-Einstellungen zwangsläufig beim Umschalten entstehen würden, emuliert der HDMI-Switch nach Herstellerbekunden die EDID des angeschlossenen Monitors auch für die nicht ausgewählten Signaleingänge. Auf diese Weise liege das Bildsignal direkt abrufbereit am Switch an. Der Switch kann im Notfall auch vordefinierte und eingespeicherte EDID-Einstellungen bieten, die als Default geladen werden und die sich durch den jeweils angeschlossenen Monitor ersetzen lassen. Im Splitting-Verfahren, also wenn ein Signal auf beide Monitore dupliziert wird, übernehme der Switch automatisch die EDID des Monitors mit der niedrigeren Auflösung, so Lindy.

Weitere Informationen finden sich unter www.lindy.de.

Einer der sechs HDMI-Eingangs-Ports unterstützt die Wiedergabe von mobilen Geräten über MHL. Bild: Lindy

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.