Maincubes gab vor Kurzem bekannt, ein weiteres Qualitäts- und Sicherheitstestat für seine Rechenzentren erlangt zu haben: Nach den ISO-Zertifizierungen und TÜV-Siegeln hat der Rechenzentrumsbetreiber für die Standorte FRA01 (bei Frankfurt) und AMS01 (bei Amsterdam/Niederlande) auch das internationale Testat ISAE 34021 Typ 1 erhalten. Es bestätigt die Vertrauenswürdigkeit in die Integrität und Sicherheit ihrer jahresabschlussrelevanten Daten. Die ISAE-Prüfanforderungen sind komplex, werden laut Manicubes jedoch zunehmend zum Sicherheitsmerkmal bei Colocation-Providern und sind relevant für deren Kunden – insbesondere, wenn diese selbst den ISAE-Richtlinien unterliegen.

Immer mehr Unternehmen übertragen IT-Geschäftsprozesse an externe Dienstleister und müssen gewährleisten, dass ihre internen Sicherheitsstandards auch dort eingehalten werden, so der Colocation-Anbieter. Dies gelte insbesondere für Unternehmen, die aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit selbst dem Testat ISAE 3402 unterliegen: Sie dürfen in relevanten Bereichen nur mit Dienstleistern zusammenarbeiten, die dieses Testat ebenfalls vorweisen. Dabei müssen Unternehmen etwa bei Jahresabschlüssen nachweisen, dass ihr Colocation-Anbieter den Ansprüchen an ihr internes Kontrollsystem (IKS) Genüge tut.

Die fünftgrößte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deutschlands BDO hat den beiden Rechenzentren FRA01 und AMS01 von Maincubes im November das Testat ISAE 3402 Typ 1 verliehen. Das Testat besagt, dass ein Colocation-Anbieter über reibungslos funktionierende Prozesse und Kontrollen hinsichtlich der Dienste verfügt, die Einfluss auf das Finanzsystem des outsourcenden Unternehmens – also dessen Kunden – haben könnten. Somit unterstreiche das Testat, dass der Colocation-Anbieter umfängliche Sicherheit bietet.

Die Kontrollen des ISAE sind Bestandteil eines einwandfrei funktionierenden internen Kontrollsystems (IKS) und bestätigen zudem, dass ein modular aufgebautes Management-System die automatisierte Überwachung der Qualitätsziele ermöglicht. Damit unterstreiche das Testat neben der Verlässlichkeit auch die Zukunftssicherheit eines Colocation-Spezialisten – und werde mit fortschreitender Digitalisierung der Geschäftsmodelle zu einem elementaren Entscheidungskriterium bei der Wahl eines Rechenzentrums, so Maincubes.

„Die international renommierte ISAE-3402-Testierung sollte zu einem zentralen Qualitätskriterium für alle Colocation-Provider weltweit avancieren. Daher haben wir uns aus eigenem Antrieb den komplexen Prüfanforderungen gestellt – auch um die strengen Sicherheitsrichtlinien zu bestätigen, die wir uns seit Gründung auferlegt haben“, sagt Albrecht Kraas, CTO und einer der Geschäftsführer von Maincubes. Auf diese Weise könne man als Vorreiter auf diesem Feld unseren Kunden eine offiziell besiegelte Zukunftssicherheit bieten. Man plane, sich in einem Jahr auch der Prüfung des Typs 2 zu unterziehen, die die Wirksamkeit über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten hinweg bescheinigt.

Weitere Informationen stehen unter www.maincubes.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.