Anlässlich der Dell EMC World in Las Vegas hat VMware mit Pulse IoT Center eine neue Lösung für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) vorgestellt. Die IoT-Management-Lösung soll IT- wie auch OT-Teams (Operational Technology) die Kontrolle über ihre IoT-Infrastrukturen mit allen vernetzten Dingen und Endgeräten ermöglichen. Pulse IoT Center – angekündigt als erste Lösung einer neuen IoT-Produktfamilie – soll Unternehmen damit helfen, IoT-Projekte effizienter verwalten, betreiben, skalieren und absichern zu können, und dies vom Netzwerkrand (Edge) bis zur Cloud.

Mit ihren IoT-Projekten stehen Unternehmen beim Schritt vom Proof of Concept zur Produktion vor erheblichen Herausforderungen, warnt VMware. Daher suchten sie nach einem einfachen Weg, hunderttausende Edge-Systeme und vernetzte Endgeräte zu beobachten, zu virtualisieren, zu überwachen und zu sichern.

Pulse IoT Center vereinfacht laut Bekunden des Herstellers das komplexe Management von IoT-Infrastrukturen und vernetzten IoT-Endgeräten. Die Lösung helfe, die Zuverlässigkeit der Infrastruktur zu verbessern, indem sie eine Echtzeitüberwachung vernetzter IoT-Geräte ermöglicht. So könne ein Unternehmen auf Sicherheitsrisiken und Systemabweichungen schnell reagieren oder diese gar verhindern. Eine zügigere Inbetriebnahme und strafferer Betrieb von IoT wiederum ermöglichten einen schnelleren Return on Investment (ROI). Außerdem biete die Lösung Schutz der Daten vor unbefugtem Zugriff über Endgeräte, Edge und Applikationen hinweg.

Die speziell für IoT-Projekte auf Enterprise-Niveau konzipierte Lösung basiert auf bewährter VMware-Technik, so der Cloud- und EMM-Spezialist (Enterprise-Mobility-Management): Die hauseigene Airwatch-Geräteverwaltung und die Management-Lösung Vrealize Operations dienen der Infrastrukturüberwachung, dem Management und der Fehlerbehebung.

IoT Pulse Center erleichtert laut VMware-Angaben die umfassende Verwaltung der IoT-Infrastruktur und -Endgeräte durch folgende Features:
* eine einfache Integration, Verwaltung und Absicherung unterschiedlicher IoT-Edge-Systeme, vernetzter Geräte und Applikationen über eine einzige Konsole;
* Interoperabilität zwischen heterogenen Edge-Systemen und vernetzten Geräten mit unterschiedlicher Hardware, Betriebssystemen und Kommunikationsprotokollen;
* eine flexible Rules Engine, die definiert und beobachtet, wann und wo per Funk (Over the Air, OTA) Updates vorgenommen oder Änderungen an den vernetzten Geräten durchgeführt werden sollen.

Für den intelligenteren Betrieb und die Reatkion auf Sicherheitsrisiken sorge man dabei durch:

* eine Echtzeit-Infrastrukturanalyse und Echtzeit-Monitoring;
* die Visualisierung aller Edge-Systeme, vernetzter Geräte und deren Beziehungen und Gruppierung in IoT-Anwendungsfälle;
* die Definition von KPIs, Alerts und Maßnahmen.

Dem Schutz der IoT-Infrastruktur dienen:

* Tunnels vom Datenpunkt zur Applikation durch den Einsatz von VMwares Netzwerkvirtualisierung NSX als Zusatz;

* das unternehmensweite Löschen von Daten auf Geräten bei Sicherheitsbedrohungen;

* die Verwaltung und laufende Aktualisierung der Firmware- und Sicherheits-Patches;
* die Aktualisierung der Software OTA über eine integrierte Richtlinien-Engine.

Zugleich sorge die Lösung für schnellere und bessere Innovation durch eine einheitliche Implementierung und Skalierung von IoT-Geräten mittels Software-Lifecycle-Management von Edge-Systemen bis hin zur Cloud.

Man unterhalte, so VMware, bereits zahlreiche Partnerschaften im Bereich IoT, unter anderem mit Deloitte, Eurotech, Fujitsu, Harman, Thingworx und Viz Explorer. Bereits 2016 hat VMware mit Liota (Little IoT Agent) ein herstellerneutrales Open-Source-SDK (Software Development Kit) für die Entwicklung sicherer IoT-Anwendungen vorgestellt.

Pulse IoT Center ist laut VMware bereits bei Kunden in der Automobil- und Unterhaltungsindustrie, im Handel, Finanz- und Gesundheitswesen und bei der herstellenden Industrie als private Beta-Version im Einsatz. Künftig werde man die Lösung als einfach zu implementierendes On-Premise- wie auch als Service-Angebot anbieten.

Weitere Informationen finden sich unter www.vmware.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.