Laut Gartner ist der weltweite Markt für Storage-Management-Software (SMS) im vorigen Jahr um
12,2 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar angestiegen. Vor allem ein steigender Bedarf an
Backup/Recovery-Software sorgte für das zweistellige Wachstum. Unter dem Druck der Anwender, dass
ältere Daten schneller aufzuspüren sein sollten, haben viele CIOs ihre Backup- und
Recovery-Lösungen erheblich ausgebaut“, sagt Gartner-Analyst Alan Dayley über die weiteren
Hintergründe dieses überwiegend von den Storage-Herstellern dominierten Markts. So würden viele
Unternehmen ihre gesamte Backup-Struktur umstellen und dabei vor allem den Remote-Büros und
Filialbetrieben eine größere Aufmerksamkeit schenken.

Insgesamt teilen sich den SMS-Markt praktisch nur fünf Anbieter: EMC, Symantec, IBM, Netapp und
HP haben zusammen einen Anteil von 74 Prozent, wobei EMC mit einem Marktanteil von 26,5 Prozent der
unangefochtene Marktführer ist, gefolgt von Symantec. Doch dieser Anbieter hat mit 18,4 Prozent
einen deutlichen Abstand zu EMC.

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Die gegenwärtigen Wachstumsraten deuten darauf hin, dass die Abstände bald kleiner sein werden.
EMC konnte von 2006 auf 2007 nur um 2,7 Prozent zulegen, wogegen Netapp einen Zuwachs von 35,5
Prozent verzeichnete. Und auch die Wachstumsraten von IBM und Symantec liegen mit 29,3,
beziehungsweise 10,1 Prozent deutlich über dem Wert von EMC. Unter den Produktbereichen waren
Hierarchisches Storage Management (HSM) und Archivierung die am stärksten wachsenden Segmente.
Diese legten um knapp 30 Prozent zu. Die Ursache dafür sind laut Dayley das rasant wachsende
Datenvolumen, für das differenzierte Storage-Tiers erforderlich sind, die nur mit neuer Software
wirtschaftlich gemanagt werden können.

Harald Weiss/pk/dp

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