Das Ponemom-Institut hat heute eine von PGP geförderte Studie vorgestellt, die die Kosten von
Brüchen der Informationssicherheit und von Datenschutzproblemen in Unternehmen zu fassen
versucht.

Im einzelnen wird diese Studie sicherlich eine genauere Analyse in der LANline notwendig machen.
Ein Punkt allerdings verdient angesichts der Diskussion um die Mitarbeiterbespitzelung bei der
Deutschen Bahn besondere Aufmerksamkeit: Die Studie rechnet die Verluste mit ein, die ein
Unternehmen durch die Frustration und sinkende Loyalität der Mitarbeiter erleidet, wenn eine
Datenschutzpanne an die Öffentlichkeit gerät. Dabei ist der persönliche Reputationsverlust der
Angestellten ein zentraler Faktor.

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So berichten PGP und Ponemon von Fällen, bei denen sich Mitarbeiter nach Datenschutzpannen bei
der IT-Organisation ihres Arbeitgebers beschwerten, in Privatleben auf die Misswirtschaft in ihrer
Organisation angesprochen zu werden: „Ihr geht so schlampig mit unseren Daten um?“

Den gleichen Effekt, so darf man folgern, muss ein Unternehmen bedenken, wenn es unbedacht einen
Generalverdacht gegen seine Mitarbeiter weckt, der dann an die Öffentlichkeit gerät: „Sind alle
Bahnmitarbeiter korrupt?“

LANline/wj