Fluke Networks stellte vor Kurzem den MicroScanner PoE vor, der die Installation und Fehlersuche bei Power over Ethernet beschleunigen soll, und zwar einschließlich der PoE-Geräte, die den neuen und seit September 2018 ratifizierten 802.3bt-Standard unterstützen. Der Tester, der sich mit einem Ethernet-Kabel anschließen lässt, zeigt auf einfache Weise die verfügbare Leistungsklasse an, die vom Switch in Übereinstimmung mit den Bezeichnungen der Ethernet Alliance gemeldet werden. Damit stehe fest, so Fluke, ob ausreichend Leistung für das jeweilige Gerät verfügbar ist. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Gerät beträgt 725 US-Dollar.

PoE ist von erheblichem Nutzen bezüglich Kosten, Effizienz und Flexibilität, was zu einer wahren Explosion der Zahl angeschlossener PoE-Geräte geführt hat. Dies gilt etwa für Kameras, Zugangspunkte und Bildschirme zusammen mit den entsprechenden Switches. Unglücklicherweise steht eine breite Auswahl an standardisierten und quasi-standardisierten Implementierungen zur Verfügung. Um die Verwirrung zu vergrößern, gibt es noch mehrere Leistungsstufen, eine Vielzahl von nicht exakt standardisierten Namen wie „PoE+“, „PoE++“ und andere Bezeichnungen. Dies führt laut Fluke Networks dazu, dass es selbst für Experten schwierig ist, herauszufinden, welche Geräte zusammenarbeiten.

Die Ethernet Alliance hat ein Zertifizierungsprogramm ins Leben gerufen, das dieser Verwirrung ein Ende bereiten soll. Leistungsstufen und Anforderungen erhalten eine Bezeichnung zwischen null und acht, die die Größenordnung (oder „Klasse“) der bezogenen oder erforderten Leistung anzeigt. Dann müssen die Techniker lediglich sicherstellen, dass die Klasse der Quelle gleich oder höher als die Klasse des versorgten Geräts ist. Bei einer Verbindung mit einem PoE-Switch zeigt der MicroScanner PoE die vom Switch angezeigte maximale Leistungsklasse an, was es dem Techniker erleichtert, zu bestimmen, ob Switch und Endgeräte kompatibel sind.

Der MicroScanner PoE stellt zudem laut Fluke ein komplettes Toolset für den Techniker bereit, der PoE- und Nicht-PoE-Geräte installiert. Verdrahtungsplanung, ein integrierter Toner und Abstand zur Fehleranzeige können Kabelprobleme schnell aufzeigen. Bei Anschluss an einen aktiven Switch-Anschluss zeigt das Gerät die Geschwindigkeit des Anschlusses an (bis zu 10 GBit/s) an, was besonders nützlich für die Fehlersuche bei langsamen Access Points ist. Kabelidentifizierer lassen sich zum Verfolgen der verschiedenen Kabel verwenden.

Weitere Informationen stehen unter www.flukenetworks.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.