Auf der Teched North America in Houston, Texas stellte Microsoft weitere Services und Lösungen vor, um den Unternehmen den Weg in eine Zukunft zu ebnen, die neben Google und Apple auch der Redmonder Konzern für sich entdeckt hat: die „“Mobile First, Cloud First““-Ära. Auch Windows as a Service ist Teil des Plans.

Einen interessanten Preview gab es auf der Teched mit der Azure Remoteapp zu sehen. Die Kombination von in der Azure-Cloud (auf Windows Server 2012 R2) gehosteten Applikationen und RDS (Remote Desktop Services) soll es Mitarbeitern erlauben, unterwegs über unterschiedliche Endgeräte (Windows, Mac, IOS, Android) einen „“As a Service““-Zugriff auf ihre Windows-Anwendungen erhalten.

 

Die Remoteapp ist damit offenbar die Basisversion dessen, was Citrix auf der Synergy als Workspace Services vorgestellt hat: der mobile Arbeitsplatz mit Azure-Cloud-Unterstützung (wobei die Enterprise-Ressourcen bei Citrix beliebig lokalisiert sein können, LANline berichtete). Das etablierte Zusammenspiel – Microsoft liefert die grundlegende Funktionalität, Citrix die flexiblere Premium-Variante – scheint sich damit in der „“Mobile First, Cloud First““-Ära fortzusetzen.

 

Windows-Arbeitsplätze aus der Cloud gibt es damit künftig von mehreren namhaften Anbietern. Dazu zählen neben Citrix und Microsoft auch VMware mit Horizon 6 und Amazon Web Services (AWS) mit einem eigenen DaaS-Angebot (Desktop as a Service).

 

Beim Thema „“Cloud First““ zielt Microsoft auf die Hybrid Cloud, also die Kombination lokaler oder gehosteter virtualisierter IT-Ressourcen mit Public-Cloud-Services. So dient das neue Microsoft Azure Expressroute dazu, Private-Cloud-Verbindungen zwischen Azure und lokalen Umgebungen aufzubauen. Mittels Partnerschaften mit AT&T, BT, Equinix, Verizon und anderen soll Expressroute den Einstieg in die Cloud erleichtern und für die schnelle, sichere und zuverlässige Bereitstellung von Cloud-Services sorgen.

 

Das als Preview verfügbare Azure Files vereinfacht laut Microsoft die Datenspeicherung in der Cloud. Es ermögliche das File Sharing einzelner Dateien von mehreren virtuellen Maschinen aus. Ein verbessertes Azure-API-Management soll künftig das Teilen abteilungsübergreifender Informationen erleichtern. Zudem kündigte Microsoft die Verfügbarkeit von VMs (Virtual Machines) für rechenintensive Aufgaben, von regionalem wie auch überregionalem Virtual Networking sowie reservierter IP-Adressen an.

 

Azure Site Recovery, als Preview Juni verfügbar, ersetzt den Hyper-V Recovery Manager und dient dem Disaster Recovery in der Cloud. Ebenfalls als Preview gibt es nun Anti-Malware für Azure: Dessen Anti-Schadsoftware-Agenten lassen sich laut Microsoft auf Cloud-Services wie auch auf lokalen VMs installieren. Zudem kündigte Redmond eine gemeinsame Antivirenlösung für Azure-VMs mit Trend Micro an.

 

Ab Juli wollen die Redmonder neue Verschlüsselungstechnik für Geschäftskunden von Office 365 liefern. Diese soll garantieren, dass jede in Sharepoint Online und Onedrive for Business gespeicherte Datei mit einem eigenen Schlüssel codiert ist. Zudem soll es erweiterte DLP-Dienste (Data Loss Prevention) für Sharepoint Online und Onedrive for Business geben.

 

Auf der Client-Seite hat Microsoft kürzlich bereits die Enterprise Mobility Suite (EMS) angekündigt, die Redmonds Werkzeuge für das MDM (Mobile-Device-Management) bündelt. EMS, so der Konzern, biete mit Windows Intune, Azure Active Directory Premium und den Azure Rights Management Services eine umfassende Sammlung von Cloud-Services für die Verwaltung von Zugangsrechten, Identitäten, mobilen Geräten und Anwendungen sowie für den Schutz mobil nutzbarer Unternehmensdaten.

 

Auf der Teched gab es zusätzliche EMS-Ankündigungen: So sollen künftig Windows Intune und Office 365 einen verstärkten Schutz für Office-Anwendungen auf dem Ipad, Iphone sowie Android-Devices liefern. Intune biete dann zudem Funktionen für die Verwaltung existierender Business-Anwendungen für IOS- und Android-Geräte.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.microsoft.com.

„Mobilität und Cloud sind erfolgsentscheidend für die Zukunft von Unternehmen“, so Brad Anderson, Corporate Vice President für Cloud & Enterprise bei Microsoft, in seiner Teched-Keynote. Bild: Microsoft

Die Azure Remoteapp ermöglicht per RDS den Zugriff auf in der Azure-Cloud gehostete Applikationen.