Mit viel Verspätung ist jetzt auch Microsoft in den Markt für Cloud-Computing eingestiegen –
wenn auch vorerst nur über die Entwickler-Plattform Windows Azure.

Mit der Windows-Azure-Services-Plattform will Microsoft an der Hype des Cloud-Computing
teilhaben. Mit diesem System können Entwickler ihre Anwendungen so erstellen, dass diese auf einem
Microsoft-System gehostet werden können.

Dies ist der erste große Schritt in diese Richtung, nach dem es bislang hieß, dass man
bestenfalls eine Art Software plus Service anbieten will, aber kein reines Cloud-Computing.

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Microsofts Softwarearchitekt Ray Ozzie sprach anlässlich der Neuankündigung in Los Angeles von
einem bahnbrechenden Ereignis: „Wir legen damit den Grundstein für die nächsten 50 Jahre
Softwareentwicklung und -betrieb.“

Sein Kollege Bob Muglia bestätigte, dass es einen massiven Trend zum Cloud-Computing gibt. „
Gerade kleine und mittlere Unternehmen suchen nach preiswerten – aber trotzdem hochwertigen –
Anwendungen, ohne dass sie noch zusätzlich in neue Hardware investieren müssen“, lautet seine
Erklärung über Microsofts Kehrtwende.

Marktforscher bestätigen seine Beobachtungen. IDC erwartet ein Wachstum von jährlich 16 Prozent
bis 2012. Hinzu kommt der Druck von Google-Apps, Amazon und IBM, die erst jüngst eine Lotus-Version
Cloud-fähig gemacht hat.

Harald Weiss/CZ

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