Die maschinelle Kommunikation im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) leitet die vierte industrielle Revolution ein. Laut Analysten werden über 65 Prozent der Unternehmen bis 2020 eine Vielzahl vernetzter Geräte einsetzen – mehr als doppelt so viele wie heute. Dies bedeutet neue Herausforderungen beim Management der Endpunkte oder „Dinge“.

Der Einsatz vernetzer Geräte bringt jedem Unternehmen Vorteile. Denn Investitionen in Technik wie Mobilgeräte sind der Schlüssel dazu, Mitarbeiter wie auch Kunden zu unterstützen und Kunden besser zu verstehen. So groß die Vorteile auch sein mögen, bringen vernetzte Geräte auch neue geschäftliche Herausforderungen rund um Interoperabilität, Sicherheit und Management von Geräten und Endpunkten. Unternehmen benötigen eine klare Mobility-Management-Strategie. Zu berücksichtigen sind herkömmliche Endgeräte neben unkonventionellen „Dingen“ wie Connected Cars. Die technischen Überlegungen betreffen Interoperabilität, Security und Belange wie das Filtern enormer Datenmengen. Ohne Strategie verschwenden Unternehmen Ressourcen, um alles mit dem Internet zu verbinden, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Doch was müssen Unternehmen tun, um das Management der Mobil- und IoT-Geräte zu optimieren?

Schritt 1: Integration

Device-Management erscheint als größte Herausforderung. 45 Prozent der Unternehmen scheitern laut Umfragen daran, Vorschriften wie das Blockieren von Apps durchzusetzen. Die vernetzten Geräte müssen koordiniert sein, damit Unternehmen auf die verfügbaren Daten einfach zugreifen und diese unabhängig von deren Ursprung bearbeiten können. Die Nutzung einer integrierten Suite von Mobility-Lösungen bietet einen zuverlässigen Weg für Unternehmen, ihre Apps schneller zu entwickeln und ihre Mobilgeräte und IoT-Endpunkte zu verwalten.

Zusätzlich kann ein integriertes Geräte- und IoT-Management-System weitere Vorteile für Unternehmen bringen, die Ordnung in das Wirrwarr der IoT-Vernetzung bringen wollen. Unternehmen müssen erkennen, was sie mittels IoT erreichen können – nicht durch „smarte“ Geräte, sondern durch Business Intelligence, Produktivitätssteigerung, Kostensenkung und Optimierung der Kundenerfahrung. Manche Mobility-Management-Lösungen bieten Echtzeiteinblicke zur Performance entfernter Geräte. Damit kann das Helpdesk-Team Gerätediagnosen durchführen, technische Probleme lösen und die Mitarbeiterproduktivität erhalten. Außerdem decken moderne Geräte- und IoT-Management-Lösungen eine schnelle, plattformübergreifende App-Entwicklung ab. Unternehmen können damit Anwendungen für eigene Geräte in einem Bruchteil der Zeit entwickeln. Denn die Integration vernetzter Geräte liegt letztlich in der Verantwortung der Unternehmen selbst.

Ransomware-Angriffe mit WannaCry und Petya, die weltweit eine große Anzahl von Computern trafen, zeigen allzu deutlich, dass diese Dynamik verwundbar macht.

Schritt 2: Sicherheit

Für das Jahr 2020 erwarten manche Analysten 30 Milliarden vernetze Geräte; und mit jedem neuen Gerät kommt eine neue Möglichkeit für Kriminelle hinzu, ins System einzudringen. Zweifellos gilt es, mobile IoT-Geräte zu sichern und zu warten. Während Regierungen und Branchen noch an einem Mindestmaß an Sicherheit arbeiten, ist es essenziell, dass Unternehmen die Sicherheit der eigenen Netzwerke, Geräte und Daten überdenken. Neue Geräte sollten die richtigen Sicherheitszertifikate haben; aber man kann noch mehr tun, um Geräte und Daten zu schützen.

Device-Management-Lösungen sollten eine Authentifizierung – inklusive biometrischer und Zwei-Faktor-Authentifizierung – umfassen, um unautorisierten Zugang zu Unternehmensdaten und -dokumenten zu unterbinden. Zudem sollten sie eine vollständige Verschlüsselung des Gerätespeichers bieten, damit Unternehmendaten, die sich auf mobilen Geräten im Außeneinsatz befinden, ebenso sicher sind wie die auf einem PC im Büro. Bei Verlust oder Diebstahl sollten sich die IoT-Geräte tracken und zurücksetzen lassen, während zeitgleich Funk- und Netzwerkverbindung stets privat und sicher sind.

Schritt 3: Einfachheit

Laut Schätzungen sind 90 Prozent aller Daten in den letzten beiden Jahren entstanden. Die pure Menge verfügbarer Daten überwältigt und lähmt, wenn man sie nicht verstehen und schnell verarbeiten kann. Unternehmen müssen gesammelte Daten effektiv filtern und verstehen. Menschlicher Input ist entscheidend, aber die neuesten technischen Arbeitsmittel für Datenanalysen und Machine Learning tragen zur Entlastung bei – vor allem wenn das Meer sich mit der Flut an hinzukommenden Daten neuer „Dinge“ ausdehnt.

Stefan Mennecke ist Managing Director DACH Region bei Soti, www.soti.net.